Höhenrausch auf dem Rad - Steigung meistern wie ein Profi

Tipps beherzigen und zum Höhenmeter-Junkie werden

Sie haben schon immer den schweißtreibenden Sport des Bergauf-Radelns bewundert? Haben stets aus dem Autofenster die „harten Hunde“ auf ihren Renn- und Mountainbikes angeschwärmt? Und sich immer gefragt: Wie schafft man diese Steigungen nur? Tja, lesen und lernen Sie jetzt, wie jeder, und wir meinen auch wirklich: JEDER, die Berge und Almhütten mit dem Bike erreicht! Damit die Tipps und Tricks auch Hand und Fuß haben, steht Ihnen der Eurobike Radprofi Andreas Rede und Antwort. In nur wenigen Minuten werden Sie ein theoretischer Profi in Sachen Radeln am Berg sein. Anschließend müssen Sie das Gelesene nur noch in die Praxis umsetzen und kräftig in die Pedale treten. Berg heil!

Frage 1: Welches Rad eignet sich für das Bergauf-Fahren?

Radprofi Andreas: Das ist ganz vom Terrain abhängig. Bei grobem Schotter und losem Untergrund würde ich auf jeden Fall ein Mountainbike mit breiten Reifen und ausgeprägtem Profil empfehlen. Jenen Radlern, die gerne genussvoll auf Asphalt, Radwegen und festem Untergrund unterwegs sind, wie bei den Radtouren von Eurobike, denen empfehle ich ein Tourenrad. Tipp vom Profi: Ideal wäre ein Rad mit höherer Gangauswahl, dann erklimmt man jeden Hügel mit Leichtigkeit!

Frage 2: Welches Equipment benötigt mein Fahrrad?

Andreas: Dabei muss man grundsätzlich zwischen Ein- und Mehrtagestouren unterscheiden.

Ich empfehle:

  • Gepäck- und Lenkertaschen oder Kartenhalter
  • Reifen-Pannenset mit Reserveschlauch
  • Werkzeug und Luftpumpe für den Notfall
  • ausreichend zu trinken

Alles Weitere ist vom persönlichen Bedarf abhängig

Frage 3: Was soll man generell beim Fahrradfahren bergauf beachten? Gibt es Tipps und Tricks?

Andreas: Ganz wichtig ist auf alle Fälle, den richtigen Gang auszuwählen! Der Trick dabei ist, keinen zu kleinen, aber auch keinen zu großen Gang einzulegen. Wie beim Fahren in der Ebene muss auch beim Bergauf-Fahren der Gang der Geschwindigkeit bzw. der Intensität der Steigung angepasst werden. Mein Tipp: ZEIT LASSEN! Und wenn notwendig auch mal schieben, BEVOR man völlig erschöpft vom Rad fällt …

Frage 4: Welche Technik hilft mir beim Bergauf-Radeln?

Andreas: Versuchen Sie Ihren Schwerpunkt nach vorne zu verlagern und immer dieselbe Trittfrequenz zu halten. Klingt am Anfang richtig schwer und anstrengend. Ist es auch! Aber mit der Zeit wird es leichter, und Sie treten bald wie von selbst jeden Berg hinauf! Ein weiterer Tipp: Geduld haben! Gehen Sie es ruhig an, und suchen Sie den Gang, bei dem Sie sich wohl fühlen. Am besten nicht zu oft den Gang wechseln – das kostet meist nur Schwung!

Frage 5: Mit welcher Intensität soll man die steile Route beginnen?

Andreas: Der größte Vorteil, den Radprofis gegenüber Berganfängern haben, ist die Routine. Darum achten auch Sie auf ein regelmäßiges Schritttempo. Nur nicht hudeln und ruhig Blut!

Frage 6: Welche Kleidung/welches Outfit eignet sich am besten für eine Radtour?

Andreas: Auf jeden Fall Funktionskleidung, die atmungsaktiv ist und Nässe nach außen transportiert. Und ganz wichtig: Eine echte Radlerhose mit Einsatz erhöht den Komfort beträchtlich, und die Fahrt im Sattel wird nicht zur Höllenqual.

Frage 7: Wie trainiere ich am besten, um ein Bergprofi zu werden?

Andreas: Wie heißt das bekannte Sprichwort so schön: Übung macht den Meister! Wie immer beim Trainieren lautet der Tenor: langsam beginnen, um nicht gleich die Lust zu verlieren. Nach und nach können dann sowohl Länge, Steigungsgrad und Trittfrequenz gesteigert werden. Und im Nu gehören Sie zu den Radprofis, die jede Steigung überwinden!

Frage 8: Welche Touren würden Sie für welche Könnerstufe von Eurobike empfehlen?

Andreas: Bei Eurobike ist prinzipiell jede Tour in Schwierigkeitsgrade von eins bis vier Robis (Fahrrad-Symbole) eingeteilt. Diese sollen den unterschiedlichen Radlertypen gerecht werden. Dabei unterscheiden wir den Gelegenheits-, Urlaubs-, Genuss- und Freizeitradler. Je mehr Robis eine Tour hat, desto anspruchsvoller wird die Route.

All jene, die gerne Steigungen wie ein Profi meistern wollen, sollten Streckführungen mit drei bis vier Robis auswählen.

Frage 9: Geplanter Familienurlaub mit dem Rad: Wie funktioniert kindgerechtes Fahrradfahren am Berg?

Andreas: Ob man mit Kindern unbedingt eine Bergtour fahren muss, diese Entscheidung bleibt natürlich den Eltern überlassen. Grundsätzlich raten wir Familien aber immer eher zu einer flachen Radtour mit nur wenigen Steigungen. Sollte man sich dennoch für eine bergige Tour entscheiden, gilt: langsam fahren und Pausen einlegen, viel trinken und für Motivation sorgen. So werden auch die kleinen Radfahrer zum wahren Höhenmeter-Profi!

Andreas Schintlmeister

Wissenswertes zum Experten:

Andreas ist ein erfahrener Produktmanager und seit 20 Jahren im Team von Eurobike. Er ist für die Entwicklung der Radreisen verantwortlich und immer auf der Suche nach den schönsten Routen. Er legt jedes Jahr selbst unzählige Kilometer mit dem Rad zurück und hat dabei natürlich sehr oft Steigungen zu bewältigen. 

Alles klar? Dann schwingen Sie sich in den Sattel und beherzigen die Tipps und Tricks vom Profi. In wenigen Wochen werden Sie die atemberaubenden Bergpanoramen in luftigen Höhen genießen!

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