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Reisebericht: Von Bled nach Venedig

Mit dem Fahrrad durch Slowenien bis an die italienische Adriaküste.
Frau in rosa Radtrikot mit Helm neben E-Bike mit gelben Packtaschen. Felsige Berge und grüne Wiese im Hintergrund.

Mit dem Rad vorbei an den julischen Alpen und mit Rückenwind bis zur Adria. Diesen Traum hat sich Petra aus der Buchhaltung gemeinsam mit ihrem Begleiter erfüllt. Auf der Tour von Bled nach Venedig berichtet sie von den schönsten Orten entlang der Strecke.

Kommen Sie mit auf diese Reise und erleben Sie mit mir die Freude am Unterwegssein, wunderbare Radwege und meine schönsten Highlights!

Frau in rosa Radtrikot mit Helm neben E-Bike mit gelben Packtaschen. Felsige Berge und grüne Wiese im Hintergrund.

Eine Radreise voller Genuss, Natur & Bewegung

Da liegt er nun vor uns: der wunderschöne, spiegelglatte Bleder See, umrahmt von sanften Hügeln, einer kleinen Insel in der Mitte und einem Hauch von Morgennebel, der noch über der Wasseroberfläche tanzt. Er ist der Startpunkt unserer 8-tägigen Radreise durch Slowenien bis nach Italien – ein Abenteuer zwischen Bergen, Weinreben und Meeresluft. Um unsere Körper und Sinne auf die bevorstehenden Tage vorzubereiten, lassen wir den Anreisetag ruhig ausklingen. Wir spazieren gemütlich um den See, genießen den Duft von Kiefern und feuchter Erde – und natürlich darf auch ein Sprung ins klare, erfrischende Wasser nicht fehlen.

Höhenmeter & Alpenlandschaften

Am nächsten Morgen geht es los – die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Wolken, und schon bald spüren wir die Steigung in den Beinen. Die Straße windet sich in eleganten Kurven bergauf in die Julischen Alpen, und mit jedem Meter eröffnet sich ein weiter Blick über grüne Almwiesen und kleine Bäche. Zwischen den goldenen Tönen des frühen Herbstes und dem satten Grün der Wiesen wird uns bewusst, wie sehr die Natur in Slowenien noch unberührt ist. Der Duft von gemähtem Gras, das in der Sonne trocknet, liegt in der Luft, die Sonne wärmt das Gesicht – und das leise Surren der Fahrräder begleitet uns stetig nach oben.

Mit einem zufriedenen Lächeln erklimmen wir die 18 % Steigung, feuern uns gegenseitig an und freuen uns auf das Ziel des Tages – eine knusprige Pizza und das Gefühl, Italien immer näher zu kommen.

Alpental mit türkisfarbenem Fluss durch steiniges Flussbett, umgeben von bewaldeten Bergen unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Eine abenteuerliche Entdeckungsreise

Hinter der Grenze geht es weiter in Richtung Tarvis und anschließend nach Gemona. Die Landschaft verändert sich: Wir fahren entlang des glasklaren, türkisblauen Flusses Sava, dessen Farbe im Sonnenlicht fast unwirklich wirkt. Der Radweg führt uns auf einer alten Bahnstrecke, die zu einem wunderschönen Panoramaweg umgebaut wurde. Neben uns fließt Wasser, über uns rauschen Bäume, und wir haben das Gefühl, mitten in die Natur einzutauchen. Mein persönliches Highlight des Tages sind jedoch die Tunnel – ausgeleuchtet, kühl und mystisch, fast wie Tropfsteinhöhlen. Wir tauchen in die Dunkelheit ein, nur begleitet vom gleichmäßigen Klang der Reifen auf dem Boden. Dank der perfekt ausgestatteten Fahrräder – mit Licht, Reflektoren und allem, was man braucht – fühlen wir uns rundum sicher.

Nach dieser Etappe gönnen wir uns einen Stopp in einem kleinen friulanischen Dorf. Ein Cappuccino, ein Stück hausgemachter Kuchen und die Sonne im Gesicht – und schon wissen wir: Genau deshalb lieben wir das Reisen mit dem Rad.

Radfahrer mit Helm und Tourenrad auf historischer Eisenbahnbrücke mit Stahlfachwerk. Berge durch Brückenöffnung bei Chiusaforte sichtbar.

Weinreben in Venetien

Am nächsten Tag weckt uns die Sonne. 24 Grad, blauer Himmel, die Luft duftet nach feuchter Erde – es hat die ganze Nacht geregnet. Während die Sonne uns schon wieder den Rücken wärmt, fahren wir durch sanfte Hügellandschaften, vorbei an den ersten Weinreben Venetiens.

Der Herbst schleicht sich langsam ein: goldene Blätter, reife Trauben, kleine Dörfer, in denen die Menschen schon mit der Weinlese beschäftigt sind. Es fühlt sich an, als würden wir mitten durch ein Gemälde radeln. Unser heutiges Ziel heißt Udine, eine charmante Stadt mit italienischem Flair. Dort lassen wir den Abend bei Pasta, Wein und dem Gefühl, „angekommen“ zu sein, ausklingen.

Weingärten nahe Susegana in Venetien
Herbstlich-warme Sonne & Meeresluft

Am nächsten Morgen erwartet uns ein Szenenwechsel: Wir nähern uns der Küste. Die Route führt durch die Klassiker Lignano und Caorle – Orte, die man sofort mit Sommer, Sonne und italienischem Lebensgefühl verbindet. Der Duft von Pinienbäumen liegt in der Luft, gemischt mit dem Aroma frisch gebackener Pizza und Espresso. Wir radeln entlang der Strandpromenade, spüren die warme Brise auf der Haut und hören das sanfte Rauschen der Wellen. Bevor wir den Tag beenden, setzen wir uns noch in eine kleine Bar am Meer, bestellen einen Aperol Spritz – natürlich mit Chips – und stoßen an. La dolce vita, ganz ehrlich gelebt.

Am nächsten Tag weckt uns die Sonne sanft, das Meer glitzert im Morgenlicht. Wir waten barfuß durch das seichte Wasser, bevor der Duft nach Cappuccino uns zum Frühstück lockt. Das Hotel Garden Sea bietet alles, was das Herz begehrt – ein reichhaltiges Buffet, frisches Obst, Croissants, Cappuccino – Italien in seiner schönsten Form. Gestärkt fahren wir noch einmal durch Caorle und entlang des Flusses Sile weiter in Richtung Ziel. An der Anlegestelle treffen wir andere Eurobiker, die – wie wir – gerade auf einem Abenteuer auf zwei Rädern unterwegs sind. Gemeinsam rollen wir unsere Räder auf die Fähre, die uns zum Lido bringt – das letzte Stück unserer Reise führt uns nach Venedig.

 

Unser Ziel: Die Lagunenstadt Venedig

Und dann ist er da, dieser Moment. Nach Tagen voller Eindrücke, Höhenmeter und Sonnenstrahlen taucht sie endlich vor uns auf – Venedig, die Stadt der Brücken, Kanäle und Träume. Vom Deck der Fähre aus sehen wir die Silhouette der Lagunenstadt, die sich im goldenen Licht spiegelt. Für einen Moment wird es still. Niemand sagt etwas – wir staunen einfach nur. Da Fahrräder in der Stadt verboten sind, geht’s zuerst zur Unterkunft, um zu duschen und durchzuatmen. Danach machen wir uns auf den Weg, genießen ein Glas Wein, eine dampfende Pasta und das lebendige Treiben der Stadt.

Später am Abend, als die meisten Besucher verschwunden sind, kehren wir zurück zum Markusplatz. Er liegt still vor uns, mystisch und zugleich ein bisschen verliebt – diese Momente sind unvergesslich. Die Laternen spiegeln sich im dunklen Kanal, und fast wie ein leises Schweben kommt eine Gondel, prächtig geschmückt, aus dem Nichts durch den Kanal. Ein Moment, den man nicht fotografieren muss, weil man ihn nie vergessen wird.

Panoramablick auf die Uferpromenade von Venedig mit Markusturm, historischen Gebäuden und Booten auf türkisfarbenem Wasser unter bewölktem Himmel.
Alpental mit türkisfarbenem Fluss durch steiniges Flussbett, umgeben von bewaldeten Bergen unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Mein Fazit

Acht Tage, zwei Länder und unzählige Erlebnisse. Diese Radreise hat uns folgendes gezeigt:
Man muss nicht weit fahren, um das Abenteuer zu finden. Manchmal genügt es, einfach loszufahren – mit offenen Augen, einem wachen Herzen und der Freude am Entdecken. Slowenien und Italien – eine Reise zwischen Bergen, Wein und Meer, von der wir noch lange erzählen werden!

Mein Lieblingsplatz

Ich muss zugeben, dass es mir immer schwerfällt, aus den vielen wunderschönen Orten der Radreisen einen Lieblingsplatz auszuwählen, aber dieses Mal hat es keine 2 Sekunden gedauert und ich erinnere mich an den atemberaubenden Anblick Venedigs an unserem letzten Abend.

Mit dem Schiff sind wir noch ins Zentrum gefahren, um auf die geschaffene Etappe anzustoßen, und wurden mit einem nächtlichen Charme belohnt! Der Markusplatz liegt vor unseren Füßen, menschenleer, und die Lichter der Laternen spiegeln sich magisch im dunklen Wasser der typischen Kanäle. Es ist angenehm ruhig und man hört nur das Meer gegen die Gebäudemauern plätschern und weit in der Ferne ein paar Italiener in einer Weinbar lachen.

Beleuchtete Rialtobrücke in Venedig bei Nacht mit Booten am Holzsteg im Canal Grande. Menschen sind auf der Balustrade der Brücke sichtbar.
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Drei Radfahrer in Sportkleidung schauen auf ein Smartphone an einem historischen Brunnen in Hallein. Fahrradhelm und rote Tasche im Vordergrund.
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