Und dann ist er da, dieser Moment. Nach Tagen voller Eindrücke, Höhenmeter und Sonnenstrahlen taucht sie endlich vor uns auf – Venedig, die Stadt der Brücken, Kanäle und Träume. Vom Deck der Fähre aus sehen wir die Silhouette der Lagunenstadt, die sich im goldenen Licht spiegelt. Für einen Moment wird es still. Niemand sagt etwas – wir staunen einfach nur. Da Fahrräder in der Stadt verboten sind, geht’s zuerst zur Unterkunft, um zu duschen und durchzuatmen. Danach machen wir uns auf den Weg, genießen ein Glas Wein, eine dampfende Pasta und das lebendige Treiben der Stadt.
Später am Abend, als die meisten Besucher verschwunden sind, kehren wir zurück zum Markusplatz. Er liegt still vor uns, mystisch und zugleich ein bisschen verliebt – diese Momente sind unvergesslich. Die Laternen spiegeln sich im dunklen Kanal, und fast wie ein leises Schweben kommt eine Gondel, prächtig geschmückt, aus dem Nichts durch den Kanal. Ein Moment, den man nicht fotografieren muss, weil man ihn nie vergessen wird.