Radfahren in der kalten Jahreszeit

Wo ein Wille, da ein Weg

So manch eingefleischter Radfahrer kennt es sicherlich, dieses Gefühl der Leere und der Sehnsucht nach seinem Fahrrad im Winter. Ungeduldig wird der Frühling herbeigesehnt und nachts träumt man schon von seiner ersten Ausfahrt auf zwei Rädern. Vielleicht haben Sie sich auch schon dabei ertappt, wie Sie in den Keller gehen, um bei Ihrem Fahrrad nach dem Rechten zu sehen. Fühlen Sie sich gerade ein bisschen angesprochen? Gut so! Denn in diesem Fall haben wir gute Nachrichten für Sie – wir präsentieren Ihnen hier ein paar Ideen, die Ihnen dabei helfen werden, den Radsport auch im Winter zu genießen und die Wartezeit auf die Radsaison 2021 etwas zu verkürzen!

Radler in warmer Kleidung am Alpe-Adria Radweg

Gute Kleidung ist die halbe Miete

Wenn Sie sich auch im Winter auf Ihr Rad schwingen wollen, ist es ungemein wichtig auf die richtige Ausrüstung und Kleidung zu setzen. Die optimale Radbekleidung sollte Sie wärmen, jedoch nicht überhitzen. Bedenken Sie, dass Ihnen durch die Bewegung ohnehin warm wird. Deshalb würde ein Skianzug Sie nicht nur in Ihrer Bewegungsfreiheit behindern, sondern wäre wahrscheinlich auch zu warm. Doch fangen wir einfach der Reihe nach an. Unter Ihrem Fahrradhelm empfehlen wir Ihnen eine dünne Mütze, die den Kopf vor Wärmeverlust schützt und außerdem die, dem Wind ausgesetzten, Ohren wärmt. Ebenfalls empfehlenswert sind Schlauchschals, die nicht nur den Nacken vor der Kälte schützen, sondern auch ganz einfach bis über die Nase gezogen werden können, wenn Ihnen der Wind mal besonders kalt um die Ohren pfeift.

Radler in warmer Kleidung in Salzburg

Der Zwiebel-Look

Für Sport an kalten Tagen empfiehlt es sich den berühmten Zwiebel-Look zu wählen. Außerdem ist es sehr wichtig, enge Kleidung zu tragen. Würden Sie weite Hosen und Jacken tragen, könnte so kalte Luft in die Kleidung eindringen. Enganliegende Radlerhosen und Jacken lassen dies aber nicht zu und können die Wärme, die der Körper durch die Bewegung abgibt, besser speichern. Wie bereits erwähnt, sollten Sie darauf achten, dass Sie gut gewärmt, aber nicht überhitzt werden, dass Ihre Kleidung wind- und wasserabweisend ist und Schweiß schnell aufgesaugt wird. Es empfiehlt sich auch immer, Kleidung in grellen Signalfarben mit Reflektoren zu wählen. Denn gerade in der grauen Jahreszeit kann man so nicht von Autos übersehen werden.  Schützen Sie außerdem Ihren Rücken vor den kalten Temperaturen und geben Sie acht, dass das Kreuz bei der Bewegung nicht immer wieder rausblitzt. Denn eine Erkältung holt man sich schneller als man denkt. Und auch Ihre Augen wollen vor dem kalten Wind geschützt sein. Setzen Sie deshalb eine Sonnenbrille auf und zwar die größte, die Sie finden können!

Steg am See im Ausseerland

Sind die Füße warm, ist alles warm

Geht es Ihnen nicht auch so? Und kalte Füße können der schönsten Radtour ganz schnell ein jähes Ende bereiten. Deshalb sollten Sie beim Sockenkauf darauf achten, auch wirklich gute Socken zu kaufen. Am besten halten Socken aus Merinowolle warm. Oft sind die Socken auch bei den Zehen und auf der Ferse verstärkt, so hat die Kälte keine Chance. Und sollten Sie sich selbst als eine richtige Frostbeule bezeichnen, so empfehlen wir Ihnen noch einen Zehenschutz über die Schuhe anzuziehen. Genauso verhält es sich bei den Händen. Durch den Fahrtwind fühlen sich kalte Temperaturen noch kälter an. Verwenden Sie deshalb unbedingt Handschuhe, die den Wind abhalten.

Landschaftliche Impressionen der Loire

Ihr winterfestes Fahrrad…

…sollte vor jeder Ausfahrt auf seine Fahrtüchtigkeit überprüft werden. Kontrollieren Sie, ob Bremsen, Schaltung und Beleuchtung einwandfrei funktionieren. Stellen Sie den Sattel um 1-2 cm niedriger als gewohnt, denn so können Sie bei Glätte schneller absteigen. Außerdem wäre es gut, wenn Sie den Reifendruck etwas reduzieren – so haben Sie eine bessere Bodenhaftung. Auch breitere Reifen mit einem tieferen Profil sorgen für eine bessere Haftung und eine sichere Fahrt.

Radfahrer während der kalten Jahreszeit in Bayern

Lassen Sie Vorsicht walten!

Im Winter ist es besonders wichtig, vorsichtig zu fahren, denn die Straßen können glatt sein. Das Laub auf den Straßen macht den Untergrund rutschig und durch den Nebel und die dunkleren Verhältnisse ist man für Autos oft schwer sichtbar. Oberstes Gebot ist es daher umsichtig und vorausschauend zu fahren! Halten Sie stets genug Abstand zu anderen Fahrzeugen oder Fahrrädern, falls diese abrupt bremsen sollten, denn die Bremswege sind auf glatten oder nassen Untergründen länger. Deshalb sollten sie auch immer sehr sanft und wenn möglich mit der Hinterradbremse bremsen. Achten Sie bitte auch darauf, Kurven langsam und so aufrecht wie möglich zu fahren, denn die Gefahr wegzurutschen ist im Winter einfach größer. Und wenn Sie sehen, dass rutschige Straßenteile vor Ihnen liegen, so versuchen Sie nach Möglichkeit dabei weder zu treten noch zu bremsen.

Geben Sie bitte stets auf sich acht und wägen Sie lieber einmal zu oft ab, ob das Wetter eine sichere Fahrt mit Ihrem Fahrrad zulässt. Wir freuen uns schon wieder sehr darauf, Sie im Frühling auf einer unserer Radreisen begrüßen zu dürfen!