Wenn’s mal zwickt und drückt

Mit diesen Tricks bezwingen Sie jeden Fahrradsattel

Bei einer Radreise sitzt man einige Stunden und Kilometer im Sattel. Da kann es durchaus sein, dass der Allerwerteste zu schmerzen beginnt. Sobald dieser Fall eingetreten ist, hält sich die Freude an der schönen Landschaft oder der tollen Region in Grenzen. Es gibt jedoch ein paar Tipps und Kniffe um diesen Umständen entgegen zu wirken.

Das A und O: Der richtige Sattel

Die Leihräder auf allen Eurobike-Original-Reisen sind mit Sättel von Selle Royal ausgestattet. Diese werden aus hochwertigen Materialien hergestellt und sorgen so für einen hohen Komfort. Sollten Sie trotzdem Ihren eigenen Sattel mitbringen oder mit dem eigenen Rad anreisen, ist es wichtig, im Vorfeld den passenden Sattel zu finden.
Die Sattelbreite sollte auf Ihren Beckenknochenabstand abgestimmt sein. In allen gut sortierten Radgeschäften werden diese mittels eines Gelkissens abgemessen. Daraus ergibt sich die passende Sitzfläche. Die Härte des Sattels sollen Sie nach dem eigenen Empfinden auswählen.

Die optimale Sitzposition

Beginnen Sie bei der Einstellung der Sitzposition mit der Höhe und der Neigung des Sattels.
Wenn Sie auf Ihrem Fahrrad sitzen, sollten Sie mit nach unten gestreckten Beinen noch mit den Zehen den Boden erreichen. Wenn Sie mit der ganzen Fußfläche den Boden berühren, ist Ihr Sattel zu niedrig. Dies kann später auch zu Knieproblemen führen. Während der Fahrt sollten Sie darauf achten, dass das Knie während der Bewegung nicht höher als Ihr Oberschenkel ist.
Wenn die optimale Höhe erreicht ist, können Sie die Neigung des Sattels einstellen. Diese sollte grundsätzlich gerade sein. Wenn Sie damit jedoch Ihre Beckenknochen nicht optimal belasten, können Sie den Sattel auch ein wenig nach vorne neigen, jedoch nicht zu viel. Die Neigung nach hinten können wir nicht empfehlen, denn dadurch wird die Kraftübertragung erschwert.

Der richtige Untergrund: die Radlerhose

Besonders wichtig bei einer Radhose ist die richtige Passform und die Verarbeitung der eingenähten Sitzpolster. Eine perfekte Radlerhose sollte eng anliegen und von guter Qualität sein, der Bund am Hosenbein und am Bauch jedoch genug Bewegungsfreiheit bieten. Der Sitzpolster sollte wiederum an Ihre Beckenknochen abgestimmt sein und ebenfalls eng anliegen. Bei Herren ist die Polsterung manchmal etwas schmäler, bei Frauen etwas breiter. Ob die Radlerhose passend ist, kann nur durch die Praxis herausgefunden werden. Legen Sie die Hose umgedreht auf den Fahrradsattel und sehen Sie so, ob diese den Sattel gut abdeckt. Bei Anprobe sollte auch zwischen Sitzpolsterung und Körper kein Abstand oder Luft sein um unnötige Reibung oder weitere Druckstellen durch Falten zu vermeiden. Lassen Sie sich beim Kauf lieber etwas mehr Zeit.

Den „Wolf“ bekämpfen

Um Reibung, Druckstellen und somit weitere Schmerzen während Ihrer Radreise zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Gesäßmuskel klassisch mit etwas Melkfett, Vaseline oder Hirschtalg einzucremen. Heutzutage gibt es bereits moderne Cremes, die sowohl vorbeugend als auch bei bereits entzündeten Stellen desinfizierend und kühlend wie ein Schutzfilm wirken. Welches der angebotenen Produkte für Sie ratsam ist, sollten Sie schon vorab testen, um Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen vorzubeugen.

Sattelüberzüge

Besonders bei längeren Radausflügen und Etappen kann man auf einen Sattelüberzug zurückgreifen. Hier gibt es viele verschiedene Produkte auf dem Markt – ob aus Lammfell, gemischten Produkten oder Hightech-Materialien mit Gelpolsterungen. Für Ihre Radtour empfiehlt es sich aber, auf einen wasserabweisenden und rutschfesten Überzug zurück zu greifen. Wenn Sie einen Bezug aus nicht wasserabweisenden Material haben, kann dieser sich bei einem Regenschauer vollsaugen und so wieder für Reibung sorgen. Hier kann den Sattel allerdings auch eine Regenhaube vor Nässe schützen.

Übung macht den Meister

Auch viele Profiradfahrer haben nach einer längeren Trainingspause Schmerzen bei den ersten Ausfahrten. Das Gesäß ist ein großer Muskel, der wie alle anderen Muskeln trainiert werden kann. Wenn Sie also eine Radtour planen, sollte die Gewöhnung ans Rad und an den Sattel vorab nicht zu kurz kommen. Radeln Sie regelmäßig, um sich auf die Radreise vorzubereiten. Es wird empfohlen, mindestens einmal pro Woche eine kleine Fahrradtour zu unternehmen. So gewöhnen Sie sich nicht nur ans Material, sondern bleiben auch noch fit!

Mit diesen einfachen Tipps werden Sie auch längere Ausflüge mit dem Rad gut meistern. Also dann: Rauf auf den Sattel!

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