Das Fahrrad richtig einwintern

Tipps und Tricks zum Ende der Radsaison

Bevor Sie Ihr Fahrrad in den Winterschlaf schicken, sollten Sie dem geliebten Drahtesel noch etwas Zuneigung schenken. Zum einen fördert dies die Langlebigkeit und zum anderen gibt es doch nichts schöneres als wenn im Frühling die ersten Sonnenstrahlen die Erde erwärmen und Ihr Rad gleich startklar ist.

Fahrrad am Steg beim Haidersee

1.: Waschen und Putzen

Reinigen Sie Ihr Rad von Straßenschmutz und -staub. Am besten verwenden Sie dazu warmes Wasser, eine weiche Bürste und ein Tuch um Kratzer zu vermeiden. Bei hartnäckigem Schmutz können Sie auch etwas Autoshampoo verwenden. Wenn Sie dem Schmutz mit einem Hochdruckreiniger zu Leibe rücken wollen, achten Sie bitte darauf genügend Abstand zum Rad zu halten um Schäden an Lack und Kleinteilen zu vermeiden. Nach der Reinigung das Rad am besten zum Trocknen in die Herbstsonne stellen.

2.: Schmieren

Sobald Ihr Rad gut getrocknet ist, geht es daran die Teile zu schmieren. Hierzu können Sie Silikonspray verwenden. Besonderes Augenmerk sollten Sie hier auf die Schaltung und Kette legen. Aber auch die anderen beweglichen Teile, wie etwa die Federgabel sollten nicht außer Acht gelassen werden. So wird die Restfeuchte entfernt und die Luftfeuchtigkeit ferngehalten, was die Entsehung von Rost verhindert. 

3.: Reifendruck anpassen

Je nachdem, wie Sie Ihr Rad lagern sollten Sie den Reifendruck anpassen.
Bei hängender Lagerung verringern Sie den Reifendruck zum Beispiel bei Trekking-Rädern auf ca. 1 bar. Bei stehender Lagerung pumpen Sie hingegen Ihre Reifen gut auf, damit sich die Felge nicht in den Mantel drückt.

4.: Service

Wer kennt das nicht: endlich ist der Frühling da und man will motiviert in die Rad-Saison starten, doch Ihr Fahrrad ist noch nicht bereit. Nutzen Sie den Herbst und Winter um Ihrem Rad ein Service beim Fachmann Ihres Vertrauens zu gönnen. Meist bekommen Sie in dieser Zeit schneller einen Termin.

Lesen Sie auch unsere Tipps zum Auswintern Ihres Fahrrades im Frühling.

Elektroräder

Um lange Freude an Ihrem Elektrorad zu haben, sollten Sie bei diesen noch zusätzlich den Akku herausnehmen und den Sockel sowie Stecker mit Kriechöl (MoS2) einsprühen. Den Akku nicht ganz aufladen und nicht ganz entleeren, für die Lagerung gilt ein Richtwert von ca. 75% der Akkuladung. Dies erhöht die Haltbarkeit der Batterien. Wenn es bei Ihrem Rad möglich ist, sollten Sie auch das Display abnehmen und dieses bei Raumtemperatur lagern.

Abdeckung

Sollten Sie Ihr Fahrrad gemeinsam mit dem Auto in der Garage lagern, können Salzdämpfe entstehen, diese legen sich an Ihrem Rad ab und können so zu Rostschäden führen. Daher ist eine Lagerung im Keller oder in einem vom Auto abgetrennten Bereich zu empfehlen. Zusätzlich empfehlen wir Ihr Rad mit einer Plane abzudecken um den Staub fernzuhalten.

Vergessen Sie Ihren Drahtesel nicht ganz

Auch wenn die Temperaturen Sie nicht ans Radeln denken lassen, sollten Sie Ihren Drahtesel von Zeit zu Zeit etwas Aufmerksamkeit schenken.
Drehen Sie sowohl bei hängender als auch stehender Lagerung die Reifen etwas, um Abdrücke der Felgen zu vermeiden. Prüfen Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich den Reifendruck.
Zusätzlich sollten Sie ein paarmal die Bremsen anziehen, damit die Schmierung nicht eintrocknet und die Teile beweglich bleiben.
Wenn Sie eine Federgabel haben, auch diese ein wenig bewegen, damit sich die Flüssigkeit im Inneren wieder gut verteilen kann.

Sollten Sie Ihr Fahrrad im Winter trotzdem nutzen, schenken Sie ihm wesentlich mehr Aufmerksamkeit als im Sommer bei der Wartung und Reinigung. Durch das Streusalz auf den Straßen ist Ihr Rad noch anfälliger für Rost an allen Stellen.

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