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Reisebericht: Alpe-Adria-Radweg mit Familie

Reisebloggerin Stefanie von A Daily Travel Mate radelt mit ihrer Familie am Alpe-Adria-Radweg: Von Villach nach Grado. Erfahren Sie jetzt ihre persönlichen Eindrücke aus erster Hand!

Eine Radreise mit Kindern von den Alpen bis an die italienische Adriaküste – klingt gewagt? Vielleicht ein bisschen. Aber mit guter Planung, kindgerechten Etappen und einer Prise Abenteuerlust wird daraus ein unvergessliches Familienerlebnis.

Wir haben uns getraut und sind als Familie am Alpe-Adria-Radweg von Villach nach Grado gefahren.

Darum ist der Alpe-Adria-Radweg ideal für Familien

Die Radwege sind gut ausgebaut und meist asphaltiert. Zudem führt die Route zu großen Teilen über eine ehemalige Bahntrasse. Auf der Strecke von Villach nach Grado fährt man zudem von den Bergen ans Meer und somit rollt man fast nur bergab, das macht es für Familien einfach. Und das Meer als Ziel ist natürlich die perfekte Radl-Motivation.

Wir haben die Länge der Tagesetappen mit unseren Kindern als gut machbar empfunden und die Möglichkeit, die Reise durch eine Zugfahrt zu verkürzen, war super.

Unterwegs mit Eurobike – entspannt reisen als Familie

Was unsere Reise besonders angenehm gemacht hat? Ganz klar die Organisation durch Eurobike. Vom ersten Moment an war alles durchdacht: Die Hotels waren familienfreundlich ausgewählt, der tägliche Gepäcktransport verlief reibungslos und die Reiseunterlagen waren sehr informativ. Gerade mit Kindern ist es beruhigend zu wissen, dass man sich um nichts kümmern muss – außer darum, gemeinsam unterwegs zu sein.

Auch die Möglichkeit, Kinderräder, Anhänger oder Kindersitze auszuleihen, macht das Reisen unkompliziert. Nicht unerwähnt lassen möchte ich zudem die großartige Routenführung mit Tagesetappen, die genau auf Familien bzw. die kurzen Beine der Kinder abgestimmt sind.

Drei Radfahrer auf asphaltiertem Weg durch Alpenlandschaft mit Bergen, Wäldern und Wiesen. Kind führt auf Fahrrad mit Helm.

Tag 1: Anreise nach Villach

Unsere Reise beginnt für uns in Villach. Am Nachmittag drehen wir noch eine kleine Runde durch die Stadt, genießen ein Eis und stimmen uns auf das ein, was vor uns liegt: Berge, Täler, Gelato und ganz viel gemeinsame Zeit.

Am Abend bekommen wir in unserem Hotel Besuch von einem Eurobike-Mitarbeiter. Während die gemieteten Erwachsenen-Fahrräder samt Satteltaschen bei unserer Ankunft schon im Hotel standen, will er bei den Kinderfahrrädern auf Nummer sicher gehen. Er hat gleich mehrere Fahrräder in seinem Bus dabei, die die Kinder ausprobieren können. Danke für den großartigen Service!

Tag 2: Von Villach nach Tarvis

Heute geht es los: Die ersten Kilometer führen über gut ausgebaute Radwege entlang der Drau und der Gail. Der Weg steigt bis nach Arnoldstein gemächlich an – genau richtig, um sich einzufahren.

Am frühen Nachmittag erreichen wir mit unseren Fahrrädern schon die italienische Grenze und schießen voller Freude tolle Erinnerungsfotos. Anschließend geht es zackig bergauf, bis wir auf den schönsten Wegabschnitt des heutigen Tages stoßen. Es ist schon früher Abend und wir cruisen durch das sanfte Licht, umgeben von einer großartigen Bergwelt, auf einer stillgelegten Bahntrasse bis nach Tarvis. Herrlich.  

In Tarvis essen wir sehr hungrig die erste, aber ganz sicher nicht die letzte italienische Pizza auf dieser Reise.

Tag 3: Von Tarvis nach Udine (mit Zugfahrt)

Nach dem Frühstück schwingen wir uns in die Sättel und erreichen nach wenigen Kilometern den höchsten Punkt unserer Reise. Ab jetzt geht es fast durchgehend bergab. Wir genießen die Fahrt in vollen Zügen und der Fahrtwind bringt ein wenig Abkühlung, denn mittlerweile ist es sehr heiß geworden. Für Abwechslung sorgen die zahlreichen stillgelegten Bahntunnel. Unser Pausenplätzchen haben wir gut geplant: Wir stoppen an der Fella, kühlen uns im erfrischenden Nass ab und lassen uns unsere Brotzeit im Schatten schmecken. Eilig haben wir es nicht, denn unser Zug von Pontebba nach Udine fährt erst um 16:00 Uhr.

In Pontebba bleibt uns noch genügend Zeit für einen Cappuccino und ein Eis, bevor uns der Zug nach Udine bringt. Nach so viel Ruhe und Natur fühlen wir uns in Udine kurz verloren, finden uns dann aber schnell im Stadtverkehr ein. Mittlerweile ist es spät geworden, sodass wir den Stadtbummel gegen Spaß im Pool und einen Restaurant-Besuch gegen eine Pizza zum Mitnehmen tauschen.

 

Tag 4: Von Udine nach Palmanova

Heute wird es heiß. Aus diesem Grund beschließen wir, zeitig zu frühstücken, damit wir um 09:00 Uhr auf unseren Fahrrädern sitzen und der schlimmsten Hitze entkommen können. Unser Tagesziel: Palmanova. Wir sind allerdings noch aus einem anderen Grund früh gestartet. Die letzten beiden Tage sind wir immer spät in den Hotels angekommen. Die Kinder brauchen einen Nachmittag zum Ausruhen, zum Spielen und zum Nichtstun. Deshalb steht heute nicht das Unterwegssein, sondern das Ankommen im Vordergrund. Und das ist auch in Ordnung.

Palmanova erreichen wir gegen Mittag, da zeigt das Thermometer bereits 30 Grad. Wir haben Glück und können bereits unser herrlich klimatisiertes Hotelzimmer beziehen. Und so tun wir es den Einheimischen gleich und trauen uns erst am Abend wieder raus: Wir essen Eis und Pizza und genießen den lauen Sommerabend auf der Piazza Grande bis in den späten Abend hinein.

Familie mit vier Radfahrern mit Helmen auf der Piazza Grande in Palmanova. Dahinter eine weiße Kirche mit Glockenturm und historische Gebäude.

Tag 5: Von Palmanova nach Grado

Die Vorfreude auf das Meer ist spürbar, die Hitze allerdings auch. So richtig schnell kommen wir nicht voran und das müssen wir auch gar nicht. Wir passen uns dem Tempo der Kinder an, stoppen für ein Eis, für einen Besuch auf dem Spielplatz und für eine lange Pause im Schatten der Basilika Santa Maria Assunta in Aquileia.

Am Nachmittag erreichen wir schließlich unser Ziel: Grado! Wir sind glücklich, verschwitzt und unglaublich stolz. Nach dem Check-in haben wir nur noch ein Ziel: das Meer.

Vierköpfige Familie radelt auf Rasenweg an alten Steinmauern und der Basilika Santa Maria Assunta mit Glockenturm in Aquileia vorbei.
Tag 6: Ein Tag in Grado

Auch an unserem letzten Tag fahren wir Fahrrad. Am Strand in Grado ist es uns ein wenig zu voll. Deshalb düsen wir los, immer am Meer entlang, bis wir einen Platz finden, der uns gefällt und an dem wir den ganzen Tag bleiben möchten. Dieser Platz ist recht schnell gefunden.

Wir liegen in der Sonne, bauen Sandburgen und schwimmen im Meer und fühlen uns immer großartig: Wir haben es bis hierher mit dem Fahrrad geschafft, und die vielen kleinen und großen Herausforderungen unterwegs haben uns als Familie zusammenwachsen lassen.

Das Loslassen vom Meer fällt uns schwer. Gerne würden wir diese Reise und das Italien-Feeling noch ein klein wenig verlängern. Nach einem gemütlichen Bummel durch die schönen Gassen der Altstadt von Grado und einer letzten Pizza besiegeln wir diese Radreise um 22:00 Uhr schließlich mit einem Eis.

 

Zwei Radfahrer mit Helmen fahren auf einem Damm-Radweg in Grado. Wasser links, Straße rechts, Bäume in der Ferne.

Mein Fazit

Ich kann diese Reise mit Eurobike und den Abschnitt des Alpe-Adria-Radwegs Familien absolut empfehlen. Die Bedingungen sind einfach perfekt. Es gibt großartige Radwege, herrliche Landschaften und Italien-Feeling direkt am ersten Tag. Wir würden es immer wieder tun! Und ja, das sagen auch die Kinder. Ich habe sie gefragt.

Die Hitze und die müden Beine waren schnell vergessen, doch die Fahrt über die italienische Grenze, das Eis, die Pizzen, das leckere Frühstück in den italienischen Hotels, das Barfußlaufen auf der Piazza am späten Abend und das Baden im Meer werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Eine Frage am Ende: Sind die Kinder alles selbst gefahren?

Sind eure Kinder alles selbst gefahren? Da mir diese Frage immer und immer wieder gestellt wurde: Ja, die Kinder sind die gesamte Strecke selbst gefahren. Vor allem meine jüngste Tochter war aufgrund der kleinen Rahmengröße ihres Fahrrads allerdings eindeutig im Nachteil. Bei kurzen, steileren Passagen oder wenn die Kraft nachließ, kam deshalb unser mitgebrachtes Abschleppseil zum Einsatz.

Für uns war es dennoch beeindruckend zu sehen, wie viel Freude und Ausdauer auch schon jüngere Kinder entwickeln können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

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Drei Radfahrer in Sportkleidung schauen auf ein Smartphone an einem historischen Brunnen in Hallein. Fahrradhelm und rote Tasche im Vordergrund.
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