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Reisebericht: Alpe-Adria-Radweg von Villach nach Grado

Reisebloggerin Travelsanne radelt von Kärnten an die Adria
Zwei Radfahrer mit Sonnenbrillen sitzen auf einer Steinmauer mit ihrem geparkten Fahrrad davor, am Alpe Adria Radweg bei Grado.

Sanne macht auf ihrem Familien-Reiseblog Travelsanne Lust aufs Reisen, Wandern & besondere Naturerlebnisse mit Kindern und Teenagern. Vor kurzem hat sie dank E-Bike ihre Liebe zum Radfahren wiederentdeckt und erkundet in jeder freien Minute die Radwege in ihrer Heimat Baden-Württemberg und darüber hinaus.

Sanne und ihr Mann Jochen sind am Alpe-Adria-Radweg vom österreichischen Villach ins italienische Grado geradelt. In ihrem Reisebericht teilt sie ihre Erlebnisse und die schönsten Eindrücke mit uns.

Zwei Radfahrer mit Sonnenbrillen sitzen auf einer Steinmauer mit ihrem geparkten Fahrrad davor, am Alpe Adria Radweg bei Grado.

Sehnsuchtsroute Alpe-Adria-Radweg

Der Alpe-Adria-Radweg ist für viele Radfahrer eine echte Sehnsuchtsroute, weil er durch wunderschöne Landschaften führt und eine Alpenüberquerung ohne große Steigungen ermöglicht. Auch bei Eurobike ist dieser Fernradweg eine der beliebtesten Radreisen. Für unsere erste mehrtägige Radtour suchen wir uns die zweite Hälfte dieses herrlichen Radwegs aus, die 6-tägige Radreise Villach - Grado. Die ist etwas weniger alpin als die erste Hälfte von Salzburg nach Villach und führt von Kärnten weiter durch das idyllische Friaul-Julisch Venetien bis ans Meer.

Dank unserer ausführlichen Eurobike Reiseunterlagen mit Detailbeschreibung aller Etappen und Karten sowie der persönlichen Beratung am Anreisetag sind wir bestens vorbereitet für unsere Radreise. Besonders hilfreich finden wir die Eurobike & Eurohike on Tour-App, die uns auf unserer gesamten Tour zur Navigation und als Infoquelle für Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten dient. Sehr bequem ist auch der Eurobike Gepäcktransport, der unsere Koffer von Hotel zu Hotel bringt. So können wir jeden Tag mit kleinem Gepäck auf Tour gehen.

 

Von Villach über die italienische Grenze ins Bergdorf Tarvis

Unsere Radreise auf dem Alpe-Adria-Radweg beginnt im österreichischen Villach, am Zusammenfluss von Drau und Gail gelegen. Über eine spektakuläre rote Bogenbrücke radeln wir aus der Stadt hinaus in den Naturpark Dobratsch. Hier folgen wir dem türkisblauen Flüsschen Gail durch ein Waldgebiet mit idyllischen kleinen Badebuchten.

Durch kleine Ortschaften erreichen wir Arnoldstein mit der imposanten Ruine des ehemaligen Benediktinerklosters. Wir besichtigen die liebevoll restaurierte Klosterruine und genießen den Blick auf das Städtchen und die umliegenden Berggipfel.

Anschließend machen wir dank E-Bike recht locker unsere ersten Höhenmeter bis zur österreichisch-italienischen Grenze bei Thörl-Maglern. Ab jetzt führt die Strecke weiter durch die italienische Provinz Friaul-Julisch Venetien.

Nach der Grenze wird die Landschaft bergiger und sehr malerisch. Am frühen Nachmittag erreichen wir Tarvis, unser erstes Etappenziel. Das Bergdorf liegt im Dreiländereck von Österreich, Italien und Slowenien und ist eine herrliche Mischung aller drei Kulturen.

Radfahrer in roter Jacke am Alpe-Adria-Radweg bei moderner roter Bogenbrücke über ruhigem Fluss mit Bergkulisse nahe Villach.

Von Tarvis durch das spektakuläre Kanaltal nach Gemona

Auf der zweiten Etappe erwartet uns das spektakuläre Kanaltal. Aus der stillgelegten Bahntrasse der Kronprinz-Rudolf-Bahn wurde ein asphaltierter Radweg gemacht, der uns auf 47 Kilometern stetig bergab führt. Es geht vorbei an nostalgischen Bahnhöfen, durch zahlreiche Eisenbahntunnel und über viele Brücken. Die Streckenführung ist wirklich atemberaubend und wir bestaunen das Bergpanorama der friulanischen Alpen.

Ein echtes Highlight im Kanaltal ist die Eisenbahnbrücke von Chiusaforte. Der schönste Stopp für Radfahrer wartet kurz darauf: Das Bahnhofslokal „Stazione di Chiusaforte“ mit seinem Biergarten ist herrlich nostalgisch.

Nach dem Kanaltal passieren wir Venzone, das als eines der schönsten Dörfer Italiens gilt und sogar zum Nationaldenkmal erklärt wurde. 

Unser heutiges Etappenziel ist Gemona del Friuli. Der Ort wird vom Massiv des Monte-Chiampon überragt. Er wurde bei dem schweren Erdbeben von 1976 wie seine Nachbargemeinden fast komplett zerstört und inzwischen recht originalgetreu wieder aufgebaut.

Radfahrer in türkisfarbener Jacke auf asphaltiertem Weg bei Coccau mit Alpendorf, Kirchturm und Berggipfeln im Hintergrund.

Von Gemona del Friuli ins wunderschöne Udine

Auf Etappe drei verlassen wir den Alpenraum und radeln durch flachere Landschaften. Der Alpe-Adria-Radweg führt uns durch idyllische kleine Dörfer, vorbei an unzähligen Maisfeldern und Weinreben.

Das Etappenziel Udine ist die zweitgrößte Stadt im Friaul und überrascht uns total. Prächtige venezianische Paläste gruppieren sich um wunderschöne Plätze wie die Piazza Libertà und die Piazza Giacomo Matteotti. Udine ist der perfekte Ort zum abendlichen Bummeln und Einkehren in einer der vielen Osterias, die leckere friulanische Spezialitäten servieren.

Weißes neoklassizistisches Gebäude mit Arkadengang und Uhrturm in Udine, Italien. Steintreppen führen zur beleuchteten Arkade unter blauem Himmel.

Von Udine zur Lagunenstadt Grado

Auf der vierten und letzten Etappe unserer Radreise rückt das Meer spürbar näher. Wir radeln durch die Ebene entlang kleiner Wasserkanäle, die zum Golf von Venedig führen. 

Heute erwarten uns mehrere kulturelle Highlights. Die UNESCO-Welterbestätte Palmanova ist eine sternförmig angelegte Festungsstadt mit drei Stadttoren. An der sechseckigen Piazza Grande bestaunen wir den weißen Dom Palmanovas.

Nächstes Ziel ist die Römerstadt Aquileia, ebenfalls eine UNESCO-Welterbestätte. Die beeindruckende Basilika Santa Maria Assunta ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Aquileias, das als „Zweites Rom“ galt.

Radfahrer im rosa Shirt auf Radweg entlang Damm zwischen blauer Lagune und Straße bei Grado auf dem Alpe-Adria-Radweg.

Der Alpe-Adria-Radweg und unsere Radreise nähern sich ihrem Ende. Wir bemerken erst jetzt staunend, dass unser Ziel Grado eine Insel ist. Über einen 5 Kilometer langen Straßendamm fahren wir hinüber in die Lagunenstadt. Links und rechts von uns erstrecken sich kleine Inselchen und zahlreiche Sandbänke in der glitzernden Adria.

Grado erinnert uns mit seiner historischen Altstadt und den vielen Brücken ein wenig an Venedig, zu dem es früher sogar gehörte. Besonders sehenswert ist der Ypsilon-förmige Yachthafen im Zentrum des Städtchens.

Grado ist ein beliebter Badeort mit herrlichen Sandstränden und einer quirligen Fußgängerzone. Wir genießen ein Bad im Meer und danach ein leckeres Abendessen und bereuen ein wenig, dass wir nicht gleich noch ein paar Urlaubstage an unsere Radreise angehängt haben.

 

Radfahrer überqueren eine Betonbrücke über den türkisfarbenen Tagliamento bei Venzone, mit bewaldeten Bergen und einem kleinen Dorf im Hintergrund.

Mein Fazit

Die zweite Hälfte des Alpe-Adria-Radwegs von Villach nach Grado ist eine herrliche Route voller landschaftlicher und kulinarischer Highlights! Diese entspannte Art des Reisens mit Eurobike Radreisen hat uns total begeistert. Alles ist perfekt organisiert: die Route, die Unterkünfte, der Gepäcktransport – wir können einfach nur das Radfahren und die herrliche Landschaft genießen.

Vom Streckenprofil her hätten wir eigentlich keine E-Bikes benötigt. Unsere Leihräder von Eurobike haben das Radfahren aber deutlich bequemer gemacht und uns nach den Tagesetappen noch weitere Erkundungen vor Ort ermöglicht.

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