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Reisebericht: Von Porto nach Lissabon

Reisebloggerin Brigitte von ausgeflogen.at hat die Tour von Porto nach Lissabon getestet. Jetzt Erfahrungsbericht lesen und die besten Tipps erfahren!

Vom Rauschen des Atlantiks begleitet und mit der portugiesischen Sonne im Gesicht: Reisebloggerin Brigitte von ausgeflogen.at nimmt uns mit auf ein echtes Abenteuer auf zwei Rädern. In sechs abwechslungsreichen Etappen geht es von der bunten Küstenstadt Porto bis in die lebendige Metropole Lissabon. Steigen Sie virtuell in den Sattel und lassen Sie sich vom portugiesischen Lebensgefühl verzaubern.

Radeln entlang der Sehnsuchtsküste Portugals

Und wieder einmal heißt es für mich: unterwegs mit Eurobike Radreisen! Nach meiner Tour am Loire-Radweg im Vorjahr wartete diesmal mit der portugiesischen Atlantikküste von Porto bis Lissabon eine völlig andere Kulisse. Eine Reise, die Naturerlebnis, entspanntes Genussradeln und portugiesisches Lebensgefühl auf wunderbar unkomplizierte Weise verbindet.

Kilometerweise Küstenglück

Wer spektakuläre Küstenlandschaften, kilometerlange Sandstrände und das Gefühl liebt, stundenlang direkt am Atlantik unterwegs zu sein, wird diese Tour so schnell nicht vergessen. Gerade die Vielfalt macht die Route besonders reizvoll: Im Norden zeigt sich Portugals Westküste noch rau, windig und beinahe wild, mit dramatischen Klippen, tosenden Wellen und einer ursprünglichen Atmosphäre. Je weiter man Richtung Süden kommt, desto mediterraner und entspannter wird das Gesamtbild. Plötzlich reiht sich ein Strand an den nächsten, kleine Strandcafés tauchen auf und spätestens rund um Cascais beginnt echtes Riviera-Flair.

Sandiger Atlantikstrand mit grünen Wellen und Palmen im Vordergrund. Rosa Blumen und Küstenvegetation rahmen den Blick auf das Meer.

Porto im Rücken, den Atlantik vor uns

Unser erster Tag startet in Porto. Noch geprägt vom besonderen Flair der Altstadt, überqueren wir die berühmte Brücke über den Douro und erleben kurz darauf zum ersten Mal den Atlantik hautnah. Schon bald führt die Route an unzähligen Sandstränden entlang Richtung Süden. Besonders schön wird es rund um die Lagune von Esmoriz: Über lange Holzstege radelt man durch die Dünenlandschaft und genießt die Ruhe zwischen Meer, Küste und Natur.

Radfahrerin in blauem Trikot und Helm steht am Sandstrand und blickt auf den Atlantik unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Ankommen im „Venedig Portugals“

Tag zwei bringt eine kürzere, dafür besonders stimmungsvolle Etappe entlang der Lagune von Aveiro. Nach einer kurzen Fährfahrt erreichen wir Aveiro – jene Stadt, die mit ihren Kanälen, bunten Booten und Gondolieri nicht ganz zufällig als „Venedig Portugals“ bezeichnet wird. Vor allem Liebhaber des Jugendstils kommen hier auf ihre Kosten. Die hübschen Fassaden, viele davon mit traditionellen Azulejos verziert, verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme.

Traditionelle bunte Gebäude säumen den Hauptkanal in Aveiro mit traditionellen Moliceiro-Booten am Ufer und Fußgängern auf der Promenade.

Die buntesten Fotomotive der Reise

Am dritten Tag wartet bereits das nächste Highlight: Costa Nova. Einerseits lockt hier ein traumhaft weißer Sandstrand, andererseits sorgen die berühmten bunt gestreiften Palheiros für einige der schönsten Fotomotive der gesamten Reise. Die ehemaligen Fischerhütten dienen heute als charmante Strandhäuser und machen den kleinen Ort zu einem echten Schmuckstück an der Küste.

Danach geht es weiter entlang der Lagune von Aveiro bis nach Praia de Mira. Spätestens beim Sonnenuntergang am Strand schlägt hier jedes Urlauberherz höher.

Radfahrerin fährt an bunten gestreiften Holz-Strandhäusern in Costa Nova, Portugal vorbei. Die Häuser haben rot, blau und weiß gestreifte Fassaden.

Regenzauber und Wüstendünen

Der vierte Tag beginnt zwar mit einigen Regenstunden, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Die erste Hälfte der Strecke führt nahezu ohne Verkehr durch eine endlose Dünenlandschaft, die stellenweise fast an eine kleine Wüste erinnert. Kaum ist dieser Abschnitt geschafft, wartet auch schon die erste richtige Steigung der Tour: hinauf zum Leuchtturm am Cabo Mondego. Die gewundene Küstenstraße verlangt zwar etwas Kraft, belohnt aber mit spektakulären Ausblicken über den Atlantik.

Märchenschlösser und die portugiesische Riviera

Am fünften Tag steht zunächst ein Transfer in das märchenhafte Bergstädtchen Sintra auf dem Programm, das für seine herrschaftlichen Landsitze und Paläste bekannt ist. Heute wird zuerst einmal besichtigt statt geradelt: Wir besuchen den farbenprächtigen Pena-Palast sowie die geheimnisvolle Quinta da Regaleira. Besonders beeindruckend ist dort der berühmte Initiationsbrunnen – ein Bauwerk zwischen Brunnen, Turm und mystischem Kunstwerk, das man in dieser Form wohl kaum ein zweites Mal sieht.

Nach dem Aufenthalt in Sintra folgt einer der schönsten Radabschnitte der gesamten Reise. Während wir uns zuvor noch in einigen Kehren hinauf zum Pena-Palast geschraubt haben, rollen die Räder danach kilometerlang bergab Richtung Küste.

Kurz darauf erreichen wir einen Ort, den schon James Bond zu schätzen wusste: den legendären Strand von Praia do Guincho. Einer jener Plätze, bei denen man gar nicht oft genug auf den Auslöser der Kamera drücken kann. Gewaltige Dünen, die Weite des Atlantiks und das Licht Portugals schaffen hier eine Atmosphäre, die man nur schwer wieder vergisst. Das Tagesziel lautet schließlich Cascais – mondäner Küstenort und Auftakt zur portugiesischen Riviera bis nach Lissabon.

Frau in blauer Jacke mit gelber Eurobike-Tasche betrachtet historisches steinernes Wächterportal mit Türmen in Sintra, umgeben von grünen Bäumen.

Das Ziel vor Augen: Ankunft in Lissabon

Der sechste und letzte Radtag wartet noch einmal mit Traumstränden par excellence auf. Zunächst geht es über die wunderschöne Strandpromenade bis nach Estoril, ehe wir weiter entlang der Küste Richtung Tejo-Mündung radeln. Spätestens jetzt ist klar: Lissabon ist nicht mehr weit.

Vorbei an ikonischen Sehenswürdigkeiten wie dem Torre de Belém und der imposanten Hängebrücke über den Tejo führt die Route immer am Wasser entlang direkt ins Zentrum der portugiesischen Hauptstadt.

Radfahrerin mit Helm am Praça do Comércio in Lissabon. Gelbe historische Gebäude mit Arkaden und Triumphbogen rahmen den Platz unter blauem Himmel.
Vogelschwarm am Sandstrand bei Sonnenuntergang mit sanften Wellen und rosa-violettem Himmel. Das Meer reflektiert warmes Abendlicht.

Fazit

So endet diese traumhafte Radreise genauso, wie sie begonnen hat: mit einer faszinierenden Stadt voller Atmosphäre. Nach dem charmanten Porto wartet zum Abschluss die lebendige Hauptstadt Lissabon – zwei Städte, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gemeinsam doch den perfekten Rahmen für diese unvergessliche Atlantik-Tour bilden.

Mein Lieblingsplatz

Ganz klar die Praia do Guincho. Der langgezogene Sandstrand nahe Cascais zählt zu den beliebtesten Surfspots Portugals – rau, wild und gleichzeitig unglaublich schön. Selbst vom Radweg aus fühlt man sich hier sofort für einige Augenblicke aus dem Alltag gerissen. Der kräftige Atlantikwind, die gewaltigen Dünen, die scheinbar endlose Weite des Ozeans und dieses ganz besondere Licht schaffen eine Atmosphäre, die fast surreal wirkt. Am liebsten wäre ich einfach stehen geblieben und hätte stundenlang nur aufs Meer hinausgeschaut. Einer jener Momente der Radreise, die sich tief ins Gedächtnis eingebrannt haben und die ich wahrscheinlich nie mehr vergessen werde.

Radfahrerin mit Helm und gelben Taschen fährt entlang der roten Uferpromenade in Cascais mit Meerblick und felsiger Küste.
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