Der letzte Wildfluss Europas zeigt sich auf den ersten fünf Etappen von seiner schönsten Seite. Selten darf sich ein Fluss noch so gemächlich in seinem Flussbett ausbreiten wie die Loire. Links und rechts des breiten Stroms radle ich durch Auwälder und blühende Auwiesen, das sanfte Gefälle bringt mich fast automatisch ans Ziel. Kein Wunder, dass das Loiretal von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Sechs Tage lang darf ich auf dieser Radreise also das „wahre Frankreich“ abseits touristischer Massen erleben. Wobei – ganz ohne Highlights geht es natürlich nicht. Die berühmten Loire-Schlösser gehören zum Radweg ebenso dazu wie unzählige charmante Dörfer und Städte am Weg, viele davon ausgezeichnet als „Petites Cités de Caractère“.
Und das Beste daran: Alles ist bestens organisiert und läuft unkompliziert ab. Dank Eurobike Radreisen muss ich mich weder um die Routenplanung noch um die Hotelbuchungen kümmern, das bereitgestellte Leihrad gebe ich am letzten Tag einfach in der Unterkunft ab. So lässt sich eine Radreise im Ausland ganz entspannt genießen – ganz zu schweigen vom Gepäcktransport, an den ich mich schnell gewöhne.