1
Zum Inhalt
(Link öffnet in neuem Tab)
Zur Fußzeile
(Link öffnet in neuem Tab)

Reisebericht: Loire-Radweg

Sechs Tage durch das echte Frankreich – bis ans Meer
Schloss Villandry mit französischen Gärten mit geometrischen Hecken, Formschnittbäumen und Ziermustern unter blauem Himmel.

Ich hatte schon das Glück, einige Radreisen zu erleben, doch der Loire-Radweg hat sie alle übertroffen. Warum? Weil er nicht nur ein Stück Frankreich zeigt, wie man es sich erträumt – mit kleinen Dörfern, alten Schlössern und viel unberührter Natur. Sondern weil nach sechs Tagen am Rad die Atlantikküste einen besonderen Schlusspunkt setzt. Nicht oft beendet man eine Radtour an einem der großen Weltmeere. Ich lade Sie ein, mich auf dem Loire-Radweg von Tours bis nach Saint-Nazaire zu begleiten und diesen Weg mit mir zu erleben.

Schloss Villandry mit französischen Gärten mit geometrischen Hecken, Formschnittbäumen und Ziermustern unter blauem Himmel.

6 Tage, ein Fluss und ganz viel Frankreich

Der letzte Wildfluss Europas zeigt sich auf den ersten fünf Etappen von seiner schönsten Seite. Selten darf sich ein Fluss noch so gemächlich in seinem Flussbett ausbreiten wie die Loire. Links und rechts des breiten Stroms radle ich durch Auwälder und blühende Auwiesen, das sanfte Gefälle bringt mich fast automatisch ans Ziel. Kein Wunder, dass das Loiretal von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Sechs Tage lang darf ich auf dieser Radreise also das „wahre Frankreich“ abseits touristischer Massen erleben. Wobei – ganz ohne Highlights geht es natürlich nicht. Die berühmten Loire-Schlösser gehören zum Radweg ebenso dazu wie unzählige charmante Dörfer und Städte am Weg, viele davon ausgezeichnet als „Petites Cités de Caractère“.

Und das Beste daran: Alles ist bestens organisiert und läuft unkompliziert ab. Dank Eurobike Radreisen muss ich mich weder um die Routenplanung noch um die Hotelbuchungen kümmern, das bereitgestellte Leihrad gebe ich am letzten Tag einfach in der Unterkunft ab. So lässt sich eine Radreise im Ausland ganz entspannt genießen – ganz zu schweigen vom Gepäcktransport, an den ich mich schnell gewöhne.

Etappe 1: Tours - Chinon

Ich starte meine erste Etappe in Tours, einem Fachwerkjuwel mitten im Loiretal, dessen Altstadt man unbedingt zu Fuß entdecken sollte. Gleich nach den ersten Kilometern wartet mit dem Château de Villandry ein echter Klassiker. Das Loire-Schloss mit seinen berühmten Terrassengärten ist eines der letzten Renaissance-Schlösser am Loire-Radweg und nicht zu Unrecht Pflichtstopp dieser Etappe. Auch Chinon, das heutige Etappenziel, wird von einer mächtigen Burg überwacht.

Ziergarten in Villandry mit geometrischen Buchsbaumhecken in dekorativen Mustern. Blick von Steinterrasse mit Balustrade unter blauem Himmel.

Etappe 2: Chinon - Saumur

Am zweiten Tag geht es durch eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Kaum ein Ort symbolisiert die Ursprünglichkeit dieser französischen Region so sehr wie die von Kletterrosen umrahmte Wallfahrtskirche in Candes-Saint-Martin.

Danach sollte man die Route nicht abkürzen, sondern eine kurze Steigung in Kauf nehmen, um hoch über der Loire traumhafte Ausblicke direkt aus den Weingärten zu genießen. Wieder unten am Fluss angekommen, radle ich an Höhlenwohnungen vorbei – bzw. einmal sogar mitten durch. Ziel des Tages ist Saumur, und natürlich wartet auch hier wieder ein Schloss und eine Altstadt, die zum Erkunden einlädt.

Blick auf das Dorf Parnay am Loire-Radweg mit grünen Weingärten im Vordergrund und Steinkirche mit hohem Turm hinter historischen Gebäuden.

Etappe 3: Saumur - Angers

Am dritten Tag wird es ursprünglich und ländlich. Auf dem Radweg passiere ich zahlreiche kleine Dörfer. Unerwartete Action wartet bei einer Flussquerung, allerdings in Form einer Self-Service-Variante: Über den Authion darf ich mich nämlich selbst per Fähre und Seil ans andere Ufer ziehen!

Etappenende ist in Angers, wo ich mir das mächtige Schloss samt seinem berühmten „Wandteppich der Apokalypse“ nicht entgehen lasse - ein echter Hingucker auf ganzen 100 Metern Länge. Tipp: Die Ruhe im Schlosscafé genießen, kurz bevor es schließt und das Schlagen der Taubenflügel durch die alten Gemäuer hallt. Danach den Abend am besten in einem der vielen Studentenlokale am Ufer der Maine ausklingen lassen.

Weiße gotische Kapelle mit Spitzbogenfenstern im Schlossgarten Angers. Formaler Garten mit geometrischen Hecken und gestutzten Bäumen im Vordergrund.

Etappe 4: Angers - Saint-Florent-le-Vieil

Der vierte Tag führt sehr naturnah durch Auwälder und -wiesen, an Fischerdörfern und alten Hafenstädten vorbei. Eine ganze Weile radle ich sogar auf einer der größten Loire-Inseln selbst. Etappenende ist in dem hübschen Städtchen Saint-Florent-le-Vieil. Alternativ übernachtet man, wie in meinem Fall, in Ancenis.

Passagierboot mit Bar am Ufer der Loire in Angers. Historische Steinbrücke mit Bögen im Hintergrund, baumgesäumte Promenade rechts.

Etappe 5: Saint-Florent-le-Vieil - Nantes

Tag 5 bringt, sofern von Ancenis aus gestartet wird, eine recht kurze Etappe mit sich. Dafür bleibt umso mehr Zeit für die Erkundung von Nantes, der ehemaligen Hauptstadt der Bretagne. Wieder einmal lockt ein prächtiges Schloss, aber auch das Zentrum hat viel zu bieten: In Nantes wollen gleich einige schöne Plätze entdeckt werden (Tipp: besonders sehenswert ist die elegante Passage Pommeraye).

Aber eigentlich will man in Nantes ja den „Grand Éléphant“, eine zum Leben erweckte Maschine, in Action gesehen haben. Echt kultig, wie das mechanische Rüsseltier Schritt für Schritt die „Île de Nantes“ abspaziert und dabei aus seinem Rüssel Wasser auf die anwesenden Schaulustigen verspritzt!

Weißes Schloss mit zwei Türmen und Innenhof in Nantes. Besucher gehen über den Platz, umrahmt von grünen Bäumen und Topfpflanzen.
Boote reihen sich dem Ufer entlang im Moorgebiet der Brère

Mein Fazit

Nach sechs Tagen, an denen es immer am Fluss entlang ging, schließe ich die Reise am Atlantik ab, atme die dortige Meeresluft ein und weiß, dass ich „angekommen“ bin: am Ende der Radreise, am Rand der „Grande Nation“ – und mit der Bretagne an einem Sehnsuchtsort, der wie gemacht ist, die Eindrücke der letzten Tage wirken zu lassen, bevor es wieder nach Hause geht.

Warum warten? Ihre Radreise 2027 startet schon heute!
Jetzt entdecken & buchen!
/de/radreisen/2027
Top Touren 2027 buchbar

Tauchen Sie ein in den italienischen Traum des Dolce Vita oder zieht es Sie entlang der schönen blauen Donau - Ihre nächste Traumradreise wartet auf Sie. Buchen Sie unsere Top-Touren 2027 bereits jetzt!

 

Jetzt entdecken & buchen!
Top Radreisen 2027
Drei Radfahrer radeln am Mondsee an der Drachenwand vorbei
Bei Buchung einer Reise erhalten Sie jetzt spezielle Konditionen.