Reisebericht Bodensee Radtour

Sabine auf den Spuren von Rheinfall & co

Ich musste dieses Jahr nicht lange überlegen, welche Radtour ich gerne testen würde. Seit 4 Jahren betreue ich mit den Radreisen am Bodensee die Touren unseres Partners Radweg-Reisen. Nun wollte ich die Kollegen, den See und die Region endlich auch mal persönlich kennenlernen.

Begleitet hat mich meine langjährige Freundin Susanne, die noch nie eine Radtour gemacht hatte und sich erstmal gar nichts darunter vorstellen konnte. Wir planten die Bodensee Radtour verkürzt, da Susanne Mami ist und die Kinder (und den Mann) nicht ganz so lange alleine lassen wollte.

Mit dem Schiff von Meersburg nach Konstanz und Blumeninsel Mainau

Am Sonntag ging es los. Vormittags starteten wir Richtung Meersburg, um dort mit der Fähre nach Konstanz überzusetzen. Die Zufahrt zur Fähre kann man nicht übersehen und wir hatten Glück, denn wir durften sofort an Bord und schon ging’s los. Quer über den Bodensee und das bei traumhaft schönem Wetter. Der erste Eindruck war schon mal perfekt.

In Konstanz angekommen checkten wir im Traditionshaus Hotel Halm ein. Bis 19.00 Uhr konnten wir unsere Fahrräder bei den Kollegen von Radweg Reisen abholen. Da es erst 14.00 Uhr war, beschlossen wir spontan noch gleich die Insel Mainau zu besuchen.

Auf die Blumeninsel darf man nur zu Fuß. Von Kräutern bis zu Bananenpflanzen gibt es hier vieles zu bestaunen. Ein Highlight sind aber die großen „Blumentiere“. Wir spazierten bis zum Ende der Insel, tranken dort einen Kaffee und machten uns gegen 17:00 Uhr auf den Weg zum Büro von Radweg Reisen.

Dort angekommen traf ich gleich auf Katrin, die ich schon kenne, seitdem ich bei Eurobike arbeite. Es ist schön, wenn man zu den Kollegen, die man sonst nur am Telefon hört, auch endlich ein Gesicht hat. Außerdem war noch Udo bei der Radausgabe dabei, der uns einige gute Tipps für Konstanz und für die Tour gab. Nach einer kurzen Proberunde am Hof fuhren wir Richtung Hotel.

Konstanz ist sehr radfahrerfreundlich. Es gibt extra angelegte Fahrradstraßen und viele Radwege. Man fühlt sich daher auch mitten in der Stadt sehr sicher auf dem Fahrrad und findet sich gut zurecht.

Da es mittlerweile schon 20.00 Uhr war, machten wir Halt in der Fußgängerzone, um etwas zu essen. Wir entschieden uns für Pasta bei dem Italiener Piazza, da man hier schön draußen sitzen konnte. Danach brachten wir noch die Räder zum Hotel und ließen den Abend auf einem zu einer Bar umgebauten Schiff ausklingen. Der Wetterbericht war gut und wir freuten uns auf den ersten Radtag.

Radweg am Bodensee
Kaffeepause

Von Konstanz nach Überlingen

Bereits um 8 Uhr startete unser Tag. Das Frühstück war super und wir konnten gestärkt unsere erste Etappe antreten.

Wie wir am Besten aus der Stadt kommen hatte uns Udo am Vortag schon erklärt. Es ist aber alles sehr gut ausgeschildert. Wenn man nicht zu viel quatscht, kann man die Schilder auch nicht übersehen 😉 - ist uns allerdings nur einmal passiert und wir merkten es sehr schnell. Der Radweg ist asphaltiert und verläuft teilweise in Seenähe. Mal durch eine kleine Straße getrennt, mal direkt am See. Es geht durch das Wollmatinger Ried (Naturschutzgebiet am Untersee) Richtung Allensbach weiter nach Radolfzell. Dort machten wir unsere erste längere Pause, um die Altstadt mit seinen verwinkelten Gassen zu besichtigen und natürlich durfte eine Tasse Kaffee nicht fehlen.

Spaghetti
Fahrrad am Bodensee
Italienische Brotzeit

Weiter ging es Richtung Bodman. Diese Etappe führt weg vom Untersee und ist auch teilweise ein bisschen hügelig. In Sipplingen, kurz vor Überlingen, überkam uns dann der Hunger und wir machten einen Stopp im See Restaurant Sipplingen. Hier gab es frische Pfifferlinge und man sitzt auf einer tollen Terasse mit Blick auf den See. Gestärkt ging es anschließend weiter. Unser Hotel lag direkt am Radweg und wir konnten es nicht verfehlen. Es war noch früh am Nachmittag, wir machten uns kurz frisch und wollten dann unbedingt noch in den See springen. Das hatten wir uns verdient 😊

Im Anschluss besichtigten wir das schöne Überlingen, den Stadtgarten, und die Fußgängerzone, bevor wir uns ein nettes Restaurant an der Promenade zum Abendessen suchten. Da unser Mittagessen noch nicht solange her war, gab es nur eine kleine Antipasti Platte. Mit Blick auf den See und einem tollen Sonnenuntergang ging der Abend zu Ende. Susi war begeistert von ihrem ersten Radtag.

Friedrichshafen und mit dem Katamaran zurück nach Konstanz

Ein leckeres Frühstück gab es auch im Bad Hotel. Bei dieser Riesenauswahl weißman gar nicht was man zuerst probieren soll. Um 8.30 Uhr waren wir bereits wieder startklar. Es sollte heute nach Friedrichshafen gehen und von dort mit einem Katamaran zurück nach Konstanz. Diese Etappe war mit 35 km nicht sehr lange.

Der Radweg verläuft bis Friedrichshafen immer am See und wir konnten uns viel Zeit für Fotos und Sehenswürdigkeiten nehmen. Als ersten Stopp hatten wir die Pfahlbauten in Uhldingen eingeplant. Dort angekommen ist der Weg zum Museum sehr gut ausgeschildert und der Eintritt von 10,- Euro lohnt sich wirklich. Das Pfahlbautenmuseum stellt Menschen und Siedlungsformen aus der Stein- und Bronzezeit vor. Man kann die nachgebauten Häuser und Hütten, die auf Stelzen im flachen Wasser gebaut wurden, besichtigen. Weiter ging es entlang der Weinberge Richtung Meersburg – Friedrichshafen.

Am Himmel konnten wir immer wieder Zeppeline sehen, Rundflüge sind ab Friedrichshafen möglich. Man muss sich allerdings ein paar Tage vorher anmelden und die Flüge sind eher kostspielig.

Ab Sigmaringen radelt man bis Friedrichshafen neben der Bundesstraße. Wer das nicht möchte kann aber auch mit dem Schiff nach Friedrichshafen fahren. Dort angekommen tauschten wir kurz unsere Voucher gegen Tickets für den Katamaran. Da wir noch eine Stunde Zeit hatten, schlenderten wir über die lange Promenade und gönnten uns einen leckeren Eisbecher. Die Überfahrt mit dem Katamaran war super schön. Die Sonne schien und wir freuten uns auf Konstanz, da wir am Anreisetag noch nicht wirklich viel von dieser schönen Stadt anschauen konnten. Erstmal radelte ich aber noch zum Büro von Radweg Reisen, um auch jenen Kollegen Hallo zu sagen, die am Sonntag nicht da waren.

Von Konstanz nach Schaffhausen

Auf diese Etappe freute ich mich besonders, denn heute ging es in die Schweiz und ich wusste aus diversen Reisefeedbacks unserer Gäste, dass Stein am Rhein und Schaffhausen sehr schön sein sollten. Wir wurden nicht enttäuscht.

Aber erstmal ging es mit der Fähre über die Insel Reichenau nach Gailingen. Wir beeilten uns, da wir die Fähre um 10.00 Uhr erwischen wollten. Die Überfahrt ist kurz und bei Sonnenschein radelten wir los Richtung Stein am Rhein. Besser kann es nicht sein. Heute war die Etappe eher hügelig und mit 50 km auch etwas länger als jene am Vortag. Die Anstrengungen wurden aber mit sehr schönen Ausblicken auf die tolle Landschaft belohnt. Stein am Rhein hat einen charmanten, mittelalterlichen Altstadtkern, die Fassaden der Häuser sind sehr schön bemalt und man möchte hier gar nicht mehr weg. Nach einem leckeren Cappuccino brachen wir dann aber doch auf nach Schaffhausen, schließlich wollten wir heute auch noch zum Rheinfall. Der Radweg ging hügelig weiter. Vorbei an schönen Sonnenblumenfeldern und Weiden, jetzt immer entlang des Rheins, der hier eine türkis-blaue Farbe hat und zum Baden einlädt.

Wir radelten vorbei an Diessenhofen mit seiner schönen Holzbrücke und erreichten gegen 15.30 dann Schaffhausen. An diesem Tag übernachteten wir im Hotel Park Villa Schaffhausen, einer herrschaftlichen Villa, die 1900 erbaut wurde. Wir wurden hier sehr herzlich empfangen und machten uns erstmal frisch.

Anschließend schwangen wir uns wieder auf´s Rad und starteten Richtung Rheinfall-Felsen, der ca. 3 km von unserem Hotel entfernt war. In der Radtour ist ein Ticket für eine Bootsfahrt zum Felsen in der Inselmitte inkludiert und wir freuten uns sehr darauf. Der Felsen in der Mitte des gewaltigen Wasserfalles ist sehr imposant. Umgeben von den tosenden Wassermassen hat man ganz oben auf der Spitze ein tolles Gefühl. Nach ca. 15 Minuten wird man von dem kleinen Boot wieder abgeholt. Die Fahrer machen sich einen Spaß daraus und fahren nochmal ganz nah an den Wasserfall heran, damit man auch ein bisschen naß wird. 😊 Zum Abschluss dieses tollen Radtages gab es in Schaffhausen im Restaurant Schäffli noch Cordon bleu und Käsespätzle.

Stein am Rhein

Zurück nach Konstanz und Abreise

Da heute unserer letzter Tag war und wir noch unsere Heimreise antreten mussten, kürzten wir einen Teil der Etappe mit dem Zug ab. Entlang dieser Strecke kann man ca. alle 10 km zu- bzw. aussteigen.

Das erste Stück bis Stein am Rhein wäre der gleiche Weg wie gestern gewesen und so beschlossen wir, erst ab Stein am Rhein bis Konstanz zu radeln. Der Radweg führte nun auf der Schweizer Seite vorbei am Naturschutzgebiet über Kreuzlingen zurück zu unserem Startpunkt Konstanz.

Dort angekommen begann es zu regnen, passend zur Heimreise! Die Räder abgeben, noch Tschüß zu den Kollegen sagen und schon war unsere Tour wieder zu Ende.

Die Etappe von Konstanz nach Schaffhausen war mein persönliches Highlight der Tour, da man abseits von Straßen in der Natur unterwegs ist, die Orte Stein am Rhein und Schaffhausen sehr schön sind. Susanne gefiel die Tour nach Überlingen sehr gut, da es hier immer viel zu sehen gab mit den Pfahlbauten, vorbei an Weinbergen in kleine nette Orte direkt am See.

Bei der Tour um den Bodensee ist für jeden etwas dabei und ich habe mich sehr darüber gefreut, eine Freundin für unsere Radtouren begeistert zu haben – nächstes Jahr möchte sie dann mit der Familie radeln.

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