Reisebericht Zehn Seen-Rundfahrt

Joscha von Eurobike unterwegs in der wunderschönen Gegend des Salzkammerguts

Da ich nicht, wie die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen in dieser Gegend groß geworden bin, sondern erst seit anderthalb Jahren vor den Türen Salzburgs wohne, hatte ich mich entschlossen unsere Haus-Tour und die Region noch ein wenig besser kennenzulernen. Obwohl meine Freundin und ich in unserer Freizeit immer diese tolle Urlaubsgegend mit dem Rad und auch zu Fuß bei Wanderungen erkunden, freute ich mich sehr darauf gemeinsam mit ihr einige neue Facetten dieser abwechslungsreichen und vielfältigen Region auf zwei Rädern neu zu entdecken.

Tag 1: Trumer Seen – Mondsee

Am späten Sonntagvormittag fuhren wir nach einem gemütlichen Frühstück von zu Hause ins Eurobike-Büro und starteten nach einigen kleinen Vorbereitungen die Zehn Seen-Rundfahrt. Wir hatten die Woche zuvor eine Lieferung neuer E-Bikes bekommen und somit durfte ich, nach kurzer Rücksprache mit unserem Stationsleiter Stefan, dieses bei der Erkundungstour ausgiebig testen. Nach einer kurzen Probefahrt auf dem Hof ging es los und wir fuhren auf dem Radweg entlang des Obertrumer Sees in Richtung Mattsee, somit hatten wir in den ersten 30 Minuten unserer Tour schon zwei der zehn Seen „gesichtet“. Bei wunderbarem Fahrradwetter, ein Sonnen-Wolken-Mix und um die 25 Grad, radelten wir durch die hügelige Voralpenlandschaft, immer unsere bekannten E-Pfeile im Blick und die Eurobike-Karten bzw. Routenbeschreibungen in unseren Lenkertaschen.

Ein „Verfahren“ war beinahe unmöglich, da wir zusätzlich noch unsere neue Eurobike-App nutzten, die Navigation war also ein „Kinderspiel“! Somit radelten wir vorbei an den Egelseen sorglos über die als Radwege ausgezeichneten Feldwege von Ort zu Ort, an kleinen und größeren Bauernhöfen vorbei, in Richtung der Berge des Salzkammergutes. Das Ziel immer fest im Blick, denn wir wussten dass unsere Etappe heute im schönen Ort Mondsee, direkt am See liegend, endet und der markante Schafberg, der aussieht wie eine große Skischanze, hinter diesem thront. Wir radelten durch den Tag und legten am weniger bekannten Irrsee eine kleine Rast ein, um unsere mitgebrachte Jause und die schöne Aussicht zu genießen.

Gut gestärkt fuhren wir die letzten Kilometer für den heutigen Tag in Richtung unserer Unterkunft, dem „Landhaus Meingast“, welches am Hang, ungefähr 10 Minuten zu Fuß außerhalb des Ortszentrums liegt, dafür aber einen tollen Panoramablick mit Mondseer Kirche und den dahinterliegenden Bergen bietet. Nachdem wir freundlich von Willi dem Hausherren begrüßt wurden und die Zimmer bezogen hatten, machten wir uns noch zu Fuß auf den Weg, um den Ort ein wenig zu erkunden und eine Kleinigkeit zu essen.

Im Gasthaus „Wirtskultur“ direkt am schönen Marktplatz gönnten wir uns noch eine „Hollerschorle“ und eine Kaspressknödelsuppe (typische Suppe für diese Gegend und wirklich sehr empfehlenswert!), bevor wir den Abend mit einem großen Eis von der Eisdiele „Übleis“ ausklingen ließen, welches eine Empfehlung meiner in Mondsee wohnenden Arbeitskollegin Lisa war.

Tag 2: Mondsee – Traunsee

Nach einem guten Frühstück machten wir uns für unsere zweite Etappe vom Mondsee zum Traunsee fertig, stellten unsere Koffer brav vor 9 Uhr an die Rezeption und sattelten unsere „Pferde“, die E-Bikes. Es ging aber nicht direkt los, sondern wir besuchten noch unsere Arbeitskollegin Lisa und ihren kleinen Sohn und „ratschten“ ein wenig, bevor wir uns im Supermarkt unsere Tagesverpflegung besorgten und uns auf den Weg machten. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht ganz so gut wie am Tag zuvor und es hingen viele dunkle Wolken am Himmel, aber wir waren gut vorbereitet und hatten die Regenkleidung eingepackt. Somit fuhren wir mit dem Rädern zum Seeufer und entlang des auch bei schlechtem Wetter in faszinierenden Farben funkelnden Sees, mit mehreren Fotostopps.

Natürlich lud auch die ein oder andere Stelle ein, die Füße ins Wasser zu strecken, aber da wir heute eine weite Strecke vor uns hatten, entschlossen wir uns dies später während der Radreise zu tun. Es ging also vom Mondsee zum Südufer des Attersees nach Unterrach. Hier legten wir eine kleine Pause an der Anlegestelle der Attersee-Schifffahrt ein, obwohl wir wussten, dass die Schiffe leider noch nicht verkehrten, aber die Sonne zeigte sich kurz und das wollten wir gerne ausnutzen! Wir fuhren also nicht mit dem Schiff von Unterrach nach Weyregg, sondern radelten wie alle unsere Gäste in der Vorsaison an der Ostseite des Sees entlang, was ungefähr eine Strecke von zwanzig „Mehrkilometern“ bedeutete. Kurz bevor wir das nördliche Ende des Sees erreichten, der Attersee ist 18,9 km lang,

verließen wir den See und machten uns über Feldwege stets ein wenig bergauf und bergab auf den Weg nach Gmunden am Traunsee. An der Seepromenade legten wir unsere zweite Pause ein und genossen neben der Brotzeit auch den Blick über den See mit dem auf einer kleinen Insel liegenden Schloss Orth. Der größte Teil unserer Tagesetappe war geschafft, aber es ging für uns noch ein gutes Stück entlang Zweidrittel des Sees bis in den Ort Traunkirchen zu unserem Partnerhotel „Post Traunkirchen“. Am Abend wurden wir bei der Halbpension mit einem exzellenten 5-Gang-Menü verwöhnt und hatten danach noch ein wenig Zeit den sehr ruhigen und kleinen, auf einer Landzunge liegenden Ort, zu Fuß zu erkunden. Alles in allem ein perfekter Ausklang eines zum Glück fast regenfreien Tages.

Tag 3: Traunsee – Wolfgangsee

Nach einem reichhaltigen Frühstück (die Küche des Hotels Post ist wirklich sehr zu empfehlen!) holten wir unsere Fahrräder aus der Radgarage und radelten am Süduferdes des Traunsees nach Ebensee. Hierbei gefiel mir sehr gut, dass die alte Uferstraße, die heute teilweise durch Tunnels ersetzt ist, in einen gemütlich zu befahrenden breiten Radweg umgewandelt wurde. In Ebensee steigen unsere Gäste normalerweise in den Zug und fahren nach Obertraun, doch da wir diese Etappe weggelassen haben, fuhren wir mit dem Rad auf direktem Weg entlang der Traun bis nach Bad Ischl. Diese Etappe wird so auch bei der Variante Zehn Seen-Rundfahrt 7 Tage gefahren. Nach einem kurzen Stopp ging es weiter auf wunderschönen Wegen entlang der Ischl zum Wolfgangsee.

Hier durfte ein Besuch von St. Wolfgang natürlich nicht fehlen und so legten wir unsere Pause bei bestem Sommerwetter am See mit Blick auf den Ort, den blau schillernden See und die gegenüberliegenden Bergen ein. Ein traumhaftes Panorama, das zum Genießen einlädt! Nach der ausgedehnten Auszeit hatten wir die Qual der Wahl: wir konnten mit dem Schiff die kurze Strecke von St. Wolfgang nach Abersee zurücklegen, wo sich unsere Unterkunft für den heutigen Tag befand, oder fast um den halben See mit dem Fahrrad herumfahren. Wir entschieden uns natürlich für das Fahrrad! So ging es durch Strobl und danach über eine stillgelegte Bahntrasse bis auf die Halbinsel nach Abersee, auf dem Weg diesmal St. Wolfgang im Blick, so ändern sich die Perspektiven! In Abersee machten wir uns auf die Suche nach unserem Partnerhotel „Aberseehof“ der ein bisschen abseits lag, aber die Suche des Hotels stellte kein Problem dar, da die gebuchten Hotels mit unserer Eurobike-App super dargestellt werden und mithilfe einer Luftlinie problemlos gefunden werden können.

Da wir an diesem Tag schneller als das Gepäck waren entschlossen wir uns, nach dem Check-in die hoteleigene Badestelle am Wolfgangsee aufzusuchen und es stellte sich als die richtige Entscheidung heraus. Wir legten uns also auf unsere Decke und genossen das Panorama und das Farbenspiel des Sees. Der flach abfallende Einstieg lud zum Füße abkühlen und Schwimmen ein. Das Wasser war zwar etwas frisch, aber in Bezug auf die Farbe musste es diesem in nichts nachstehen. Ein Traum! Die Zeit verging wie im Flug und wir mussten leider wieder zurück, um pünktlich zum Abendessen zu erscheinen. Dieses nahmen wir hinter dem Hotel im gemütlichen Garten ein. Doch es hielt uns nicht lange beim Hotel, welches 2014 renoviert wurde und wirklich sehr schön war, denn für uns hatte der See eine größere Anziehungskraft, sodass wir den Abend bis zum Sonnenuntergang dort ausklingen ließen.

Tag 4: Wolfgangsee – Trumer Seen

Nach dem Frühstück, wie soll es auch anders sein, fuhren wir zuerst nocheinmal zur Badestelle. Am späten Vormittag ging es dann mit den Rädern in Richtung St.Gilgen, wo unsere Gäste eigentlich immer die Wanderung zur Kühleitenalm machen und danach mit dem Rad in Richtung Salzburg fahren. Diese Etappe hatten wir jedoch einige Wochen zuvor erkundet und somit entschieden wir uns wieder in Richtung Mondsee zu fahren.

Um nicht die gleiche Strecke zwei Mal zu fahren, entschieden wir uns den Rückweg vorbei an der Drachenwand und Thalgau in Richtung Wallersee zu nehmen. Bei wiederum bestem Wetter machten wir eine Rast am See und fuhren dann am Nachmittag über Seekirchen zurück nach Obertrum, wo wir noch kurz auf unser Gepäck warten mussten, aber das tat unserer guten Stimmung keinen Abbruch. Zum Abschluss gönnten wir uns eine leckere Pizza bei unserem Partnerhotel „Entenwirt“ in Seeham und somit war unsere viertägige Erkundungstour leider schon zu Ende!

Zusammenfassend kann ich gut und gerne behaupten, auf dem Fahrrad eine der schönsten Regionen Europas kennengelernt zu haben. Ich freue mich auf viele weitere Erkundungen in den nächsten Jahren und berichte immer wieder gerne davon.

Robi
Joscha Koob
Euer Joscha von Eurobike
Joscha Koob, Kundenberatung
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