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Reisebericht: Alpe-Adria-Radweg mit Familie

Alpe-Adria-Radweg mit der Familie? Absolut machbar! Bettina aus dem Bereich Personal hat die beliebte Strecke mit ihrer Familie erkundet – lesen Sie jetzt ihren Reisebericht.
Famile am Radweg im Kanaltal

Die letzte Radtour entlang der Donau liegt schon fünf Jahre zurück. Unsere Tochter ist mittlerweile neun Jahre alt und sattelfest auf dem Rad unterwegs, daher fassen wir den Entschluss unseren Urlaub per Rad zu planen. Als Italien-Liebhaber versteht es sich fast wie von selbst, dass wir das „Dolce Vita“ per Rad erleben möchten, so fällt die Wahl schnell auf die Familientour am Alpe-Adria-Radweg von Villach nach Grado. Die Anreise gestaltet sich mit guten zwei Autostunden kurz und so können wir den lauten Abend nutzen um die lebhafte Stadt und den Villacher Kirtag, der jährlich 5 Tage andauert, zu besuchen.

Famile am Radweg im Kanaltal

Los geht's! - entspannt radeln mit der ganzen Familie

Die ersten Kilometer der wunderschönen Radtour führen uns der Drau und später dem Fluss Gail entlang. Verlockend wäre ein Bad im kühlen Nass, das uns, an den etwas wolkigem Tag, jedoch zu erfrischen erscheint. Begleitet von den grün blühenden Wiesen und dem Duft der Nadelbäume geht es durch die traumhafte Natur. Sanft führt uns die Route leicht ansteigend bis nach Arnoldstein, wo wir uns kurz stärken.

Auf dem Alpe-Adria-Radweg durch das Kanaltal

Wieder im Sattel passieren wir schon bald die Staatsgrenze und radeln fortan dem perfekt ausgeschilderten Alpe-Adria-Radweg entlang. Durch das informative Eurobike-Tourengespräch sind wir auf die folgenden welligen Radkilometer vorbereitet und mit etwas Motivation unserer Tochter führt uns die Route bis ins Städtchen Tarvis.

Ab hier geht es laut dem Routenbuch stetig flach bzw. leicht bergab weiter und wir sind voller Vorfreude auf das Kanaltal. Imposante Ausblicke und Eindrücke auf die Bäche, die Alpenlandschaft und die umliegende Natur begleiten uns auf der ehemaligen Bahntrasse. Wir überqueren, begleitetet von einem leises, aber typischen „klack-klack“, zahlreiche alte Eisenbahnrücken, durchfahren etliche Radtunnel und sind immer wieder gespannt welcher Ausblick uns am Ende erwartet. Ein großartiges Erlebnis, nicht nur für unsere Tochter! Die Etappe, auf der nur wenige Pedaltritte nötigen waren, war uns schlussendlich viel zu kurz und so verlängerten wir sie noch etwas und nutzen den Transfer Richtung Udine erst später.

Familie radelt auf einer Brücke im Dogna-Tal mit grünen Bergen und blauem Himmel. Frau und Kind fahren Räder mit gelben Taschen.

Unterwegs im Herzen der Region Friaul-Julisch-Venetien

Von Udine, der wichtigsten Stadt des historischen Friauls, geht es für uns, nach einem kurzen Stopp auf der Piazza della Libertá, weiter dem Alpe-Adria-Radweg entlang. Wir radeln vorbei, an sich im leichten Wind wiegenden, Sonnenblumenfeldern, Olivenbaumreihen und stillen Bächlein, die zum Verweilen und Abkühlen der Füße einladen. Natürlich können wir den blauen Trauben nicht ganz widerstehen und kosten diese süßen Früchte – einfach lecker.

Weiterführend geht es entlang an kleinen Kanälen, mit ankernden Schiffchen, Feldern von Melonen und süßen Traubenreihen im Friaul. Bald kommen wir an Ausgrabungen vorbei die auf das römische Reich in dem Städtchen Aquileia zurückzuführen sind. Bekannt ist diese Ortschaft durch die, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende, Basilika Santa Maria Assunta, die einen Abstecher vom Radweg wert ist. Beindruckend ist das rege Treiben von diversen Schulgruppen, Radfahrern, … dass wir bei einem typischen italienischen Cappuccino bzw. einem leckeren Gelato betrachten und dabei das beeindruckende Bauwerk bestaunen.

Zwei Radfahrer pausieren auf Stufen der Piazza Libertà in Udine mit Tourenrädern. Historischer Uhrturm und Arkaden unter blauem Himmel.

Malerische Küste mit azurblauem Wasser

Immer wieder treffen wir am Radweg auf Familien und Radfahrer, die dasselbe Ziel verfolgen „Grado“. Den Ortsbeginn und somit den Blick auf das glitzernde Meer erreichen wir gegen Mittag. In der Ferne lässt sich bereits das Städtchen erahnen. Leicht angetrieben durch den Wind folgen wir für ca. fünf Kilometer der Brücke Giacomo Matteotti, die die einstige Insel Grado mit dem Festland verbindet und kommen so unserem Ziel Tritt für Tritt näher.

Radfahrende Familie mit gelben Packtaschen auf asphaltiertem Weg neben der Lagune von Grado, mit blauem Wasser und Bergen im Hintergrund.

Begrüßt werden wir von zahlreichen Schiffen, die im Hafen von Grado ankern und das eigentliche Wahrzeichen der Stadt sind, die lange nur auf dem Seeweg erreichbar war. Unser stilvolles Hotel liegt einige Meter außerhalb der bezaubernden Altstadt, die wir am Abend zu Fuß erkunden. Zuvor nutzen wir jedoch die Nähe zum Meer und beschließen uns in die kühlenden Fluten der Adria zu stürzen. Nach der wohltunenden Abkühlung lassen wir den Nachmittag bei einem Aperol Spritz ausklingen. Dankbar nehmen wir den Tipp unseres Gepäckfahrers entgegen und genießen im „Il Panino“ ein ausgezeichnetes Fritto Misto und Spaghetti Vongole auf das wir uns schon die ganze Woche gefreut haben. Als sich schön langsame Dunkelheit über das Städtchen legt, beschließen wir die Gassen und Plätze der Stadt zu erkunden bevor wir etwas müde jedoch außerordentlich zufrieden in unsere Betten fallen.

Fakultativ haben wir auch die Möglichkeit genutzt die Lagune von Grado zu erkunden. An unserer Seite auch hier immer wieder das schimmernde Element Wasser. Zahllose Vögel haben in dem Naturschutzgebiet ihre Heimat gefunden, Menschen kommen uns hingegen nur wenige unter. Wir genießen die Stille, die Weite des blauen Meeres und die schöne Natur auf der Etappe. Wir kommen an zahlreichen wilden Feigenbäumen vorbei und können dem süßen Duft der überreifen Früchte nicht widerstehen. Eine kleine Trinkpause wird dabei etwas ausgedehnt, um die frisch geernteten Früchte in absoluter Ruhe an einem Nebenarm der Adria zu genießen bevor wir wieder in den Trubel entlang des öffentlichen Strandes eintauchen, unsere liebgewonnenen Räder wieder retour geben und uns bereits jetzt auf die nächste Radtour freuen.

 

Ausblick auf Grado

Mein Fazit

Bis auf ein paar wenige Kilometer auf der ersten Etappe nach Tarvis eine absolute Familientour. Wir hatten eine wunderbare Zeit, die uns Italien von einer anderen Seite gezeigt hat. Unsere Tochter kann es, auch einige Wochen nach der Rückkehr, noch nicht ganz glauben, dass sie ihren Schulfreunden jetzt erzählen, kann von Österreich bis nach Italien geradelt zu sein. So sagen wir „Ciao a presto“ und sehen der nächsten Tour bereits jetzt mit großer Vorfreude entgegen.

Mein Lieblingsplatz

Das Kanaltal war mir bisher nur von der Autobahn aus bekannt und dennoch war ich schon von klein auf verzaubert von dem glasklar schimmernden Wasser, dass durch die zahlreichen Flussarme fließt. So war es für mich nicht überraschend, dass sich mein Lieblingsplatz auch auf dieser Etappe befindet.

Beeindruckt von der traumhaften Bergkulisse tut sich der Blick auf den Cadramazzo-Wasserfall von einer Radbrücke auf. Dieser stürzt spektakulär in zwei separaten „Fontänen“ in die Tiefe und das Wasser wird in einem Becker aufgefangen. Der Abstieg war verlockend doch mussten wir unseren Transfer erreichen und stiegen wieder auf unsere Räder, nehmen uns jedoch fest vor dieses traumhaftschöne Tal noch einmal zu Besuchen und genauer zu entdecken.

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