Reisebericht Münchner Seenrunde

Von Murnau nach Bad Tölz

Nach fast zwei Jahren bei Eurobike und einem langen Winter mit viel Büroarbeit, hatte ich im Mai endlich mal wieder die Gelegenheit „meine“ Tour selbst mit dem Rad zu fahren. Da Caro - eine Freundin die mich begleitete - und ich aber leider nur 4 Tage Zeit hatten, beschlossen wir nur ein Teilstück der Münchner Seenrunde zu radeln.

Sabine Steinleitner
Sabine Steinleitner
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1. Tag: Anreise nach Murnau

Anreiseort mit unserem Auto war Bad Tölz. Dort wurden wir von Stefan, unserem Stationsleiter aus München, abgeholt und zum Startpunkt nach Murnau gebracht. Unsere erste Unterkunft - das Hotel Griesbräu - liegt mitten in der schönen Fußgängerzone von Murnau. Wir wurden freundlich empfangen und unser Zimmer mit Blick auf den Obermarkt war sehr geräumig. 

Da wir bereits am frühen Nachmittag ankamen, hatten wir noch genügend Zeit den Ort Murnau zu erkunden. Nach einer kurzen Stärkung im hoteleigenen Biergarten ging es los Richtung Staffelsee. Man geht ca. 15 Minuten vom Ort zum „Freibad Staffelsee“. Hier gibt es eine große Liegewiese und ein nettes kleines Strandcafé. Außerdem gibt es dort die Gelegenheit eine Rundtour mit dem Schiff zu machen. Nachdem wir die Sonne ein bisschen genossen hatten ging es zurück in den Ort, um noch kurz im Hotel Angerbräu „Hallo“ zu sagen. Anschließend war es schon Zeit für das Abendessen im Hotel. Da wir ja ein paar Radltage vor uns hatten, gab es Rinderbraten und Tafelspitz, um uns zu stärken. Ausklingen ließen wir den Tag bei einem Glas Wein in einem netten Café in der Fußgängerzone.

Tag 2: Murnau – Garmisch-Partenkirchen

Nach einem super leckeren Frühstück ging´s relativ früh los Richtung Garmisch Partenkirchen. Vom Obermarkt ortsauswärts ist man nach ein paar Minuten bereits am Radweg durch das Murnauer Moos. Es war ein super schöner Tag und zu dieser Jahreszeit ist hier alles bunt. Eine Blume schöner als die andere und wir mussten fast alle 5 Minuten stehen bleiben um Fotos zu machen, da die Berge, der blaue Himmel, ein Bach und die strahlende Sonne einfach perfekt waren für tolle Aufnahmen. Nachdem wir das Murnauer Moos hinter uns gelassen hatten, ging es weiter Richtung Eschenlohe. Hier war es an der Zeit für eine kleine Kaffeepause und ich musste dringend Sonnencreme kaufen.

Anschließend ging es entlang der Loisach weiter Richtung Garmisch, immer mit tollem Blick auf die Zugspitze. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Garmisch-Partenkirchen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht gewusst, dass es dort zwei Stadtteile gibt. Garmisch und Partenkirchen – man lernt auch als Bayerin noch etwas von seiner Heimat! :-)

Im Hotel wurden wir wieder sehr freundlich empfangen und Christian, der nette Rezeptionist, den ich schon von vielen Telefonaten her kannte, gab uns gleich viele Tipps was wir an diesem schönen sonnigen Nachmittag noch machen könnten. Unsere Idee war es eigentlich noch auf die Zugspitze zu fahren, statt dessen entschieden wir uns aber kurzfristig für einen Ausflug auf die Ecklbaueralm. Man geht ca. 20 Minuten bis zum Eisstadion bzw. zur Skisprungschanze und fährt dann mit einer sehr „rustikalen“ Gondel auf die Alm. Dort oben hat man eine wahnsinnig tolle Aussicht auf die Alpspitze und die Zugspitze. Hier gehört natürlich ein Radler und eine Brotzeit zum perfekten Nachmittag dazu. Danach ging es zu Fuß über die Partnachklamm zurück in die Stadt. Der Weg dauert ca. 1 1/2 Stunden. Diesen schönen Ausflug kann ich nur empfehlen!

Zurück ins Hotel, kurz frisch machen und rein in die Stadt zum Shoppen! Da es viele nette Restaurants in der Stadt gibt haben wir beschlossen nicht im Hotel zu essen. Mit dem Restaurant am Mohrenplatz haben wir einen Glücksgriff gemacht. Hier gibt es typisch bayerische Spezialitäten und es schmeckte alles vorzüglich. Im Hotel noch ein Gläschen Wein und dann fielen wir nach einem langen aber sehr schönen Tag k.o. in unser sehr bequemes Hotelbett.

3. Tag: Garmisch-Partenkirchen - Wallgau

Aufgewacht und festgestellt: Gott sein Dank kein Muskelkater! :-) Blick aus dem Fenster – strahlender Sonnenschein. Besser kann ein Tag nicht beginnen. Wir freuten uns beide schon auf ein leckeres Frühstück, da unsere Mägen bereits knurrten. Und wir wurden nicht enttäuscht, die Auswahl war super!

Der Tag startete mit einer Bahnfahrt nach Scharnitz. Laut aktuellem Fahrplan gibt es Züge um 8.02 Uhr / 10.02 Uhr / 11.02 Uhr. Wir beschlossen den Zug um kurz nach 10 Uhr zu nehmen, da wir noch in Ruhe frühstücken wollten. Empfehlen würde ich jedoch, entweder den früheren oder den späteren Zug zu wählen, da der Zug um 10.02 Uhr  „übervoll“ war und uns die Schaffnerin nur auf Bitten und Betteln noch mitnahm. In Scharnitz angekommen starteten wir hochmotiviert Richtung Isarursprung. Es war bereits sehr warm an diesem Tag und der Weg ging immer leicht bergauf. Die tolle Landschaft lenkte uns aber von der Anstrengung ab und bei diesem traumhaften Wetter lohnte es sich wirklich diese Tour zu fahren. Bei schlechtem Wetter hat man die Möglichkeit direkt von Scharnitz Richtung Wallgau zu fahren.

Angekommen an den Quellen kann man einen kleinen Rundwanderweg zurücklegen. Wir bevorzugten es jedoch, uns ein bisschen in der sehr kalten Isar abzukühlen. Danach ging es bergab wieder zurück nach Scharnitz und weiter nach Mittenwald. Dieser Ort ist es auf alle Fälle wert einen kurzen Stopp einzulegen. Anschließend geht es immer leicht bergab weiter bis Wallgau.

Hier hatte ich das Hotel Gasthof Post Wallgau für unsere Übernachtung ausgewählt. Sobald man bei der Tür hineingeht, fühlt man sich in diesem Haus fast wie zu Hause. Wir wurden von Hotelchefin Doris Neuner sehr herzlich empfangen und ich freute mich auch sie endlich persönlich kennenzulernen. Wir bekamen ein schönes Zimmer mit Blick auf das Karwendel Gebirge. 

Danach ging`s erstmal Richtung Biergarten – Kaffee und Kuchen hatten wir uns heute echt verdient! Anschließend machten wir noch einen kleinen Sparziergang durch den schönen Ort Wallgau. Da es an diesem Tag auch sehr heiß geworden war, fehlte uns für weitere Aktivitäten einfach der Elan. 

4. Tag: Wallgau – Bad Tölz

An diesem Tag wollten wir schon sehr früh los, da es wieder sehr warm werden sollte. Also schnell ein köstliches Frühstück und ab auf´s Radl. Die ersten Kilometer ging es auf einer wenig befahrenen Mautstraße immer im Schatten der Bäume der Isar entlang. Nach Vorderries fährt man dann bis zur Staumauer auf einer Landstraße, mit etwas mehr Verkehr. Es geht allerdings immer bergab und man hat dieses Stück schnell zurückgelegt. In Fall machten wir einen kleinen Stopp, um uns das Restaurant "Jäger von Fall" anzusehen – auf Weißwürste hatten wir noch keinen Appetit. Gleich neben dem zugehörigen Hotel befindet sich ein kleiner, schöner Badeplatz am Sylvensteinstausee. Der See war leider noch etwas zu kalt um reinzuspringen aber für eine kleine Abkühung ideal. Nach der Staumauer geht es rechts durch einen Fahrradtunnel weiter auf einem Radweg. Immer noch bergab am gut ausgeschilderten ISAR-Radweg und natürlich bestens gekennzeichnet mit unseren schönen E-Pfeilen. Im Ort Fleck machten wir dann eine kurze Pause beim Landgasthof Papyrer, da der dortige Biergarten einfach zu schön ausgesehen hat um einfach daran vorbei zu fahren.

Nun ging es schon dem Ende unserer Radtour entgegen. Die letzten 15 km bis Bad Tölz ging es immer schön auf einem Radweg der Isar entlang. Bereits um 13.00 Uhr erreichten wir Bad Tölz. Wir machten noch einen kurzen Abstecher in die wunderschöne Fußgängerzone von Bad Tölz und dann ging es auch schon Richtung Hotel Beer, wo wir unser Auto zu Beginn der Tour geparkt hatten.

Unsere 4-tägige Radtour von Murnau nach Bad Tölz verging bei traumhaftem Wetter leider viel zu schnell. Die vielen wunderschönen Eindrücke werden Caro und ich aber bestimmt noch sehr lange in bester Erinnerung behalten.

Eure Sabine

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