Reisebericht Tauernrunde

Radreise von Krimml nach Salzburg

Vor einigen Wochen konnten wir endlich in die Radsaison starten und die ersten "Eurobiker" erkunden bereits die Radwege in Deutschland, Österreich und Südtirol. Anfang Juni waren zwei Gäste auf der wunderschönen Tauernrunde unterwegs und sind die drei Etappen von Krimml nach Salzburg geradelt. Von ihrer Radreise haben sie uns einen tollen Reisebericht geschickt, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. 

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Eine Radreise zum Hochzeitsjubiläum

Bedingt durch die Reiseeinschränkungen in den letzten Wochen hatten wir uns entschlossen die Hochzeitsreise zu unserem Silberjubiläum ins Inland zu verlegen. Schnell stand fest: Wir wollten unsere Heimat Österreich auf zwei Rädern erkunden. Dazu wählten wir schlussendlich die Tauernrunde, die uns von Krimml nach Salzburg entlang der Salzach führen soll. Dieser Fluss ist seit Jahrtausenden die Lebensader unserer Heimat. Gepaart mit der Herzlichkeit seiner Einwohner und der Heilkraft unserer Alpen waren wir überzeugt den richtigen Mix für unsere Hochzeitsreise gefunden zu haben. Mit Eurobike hatten wir zuvor bereits gute Erfahrungen gemacht. Damit Entspannung und Genuss auch diesmal nicht zu kurz kamen, beschlossen wir unsere Radreise mit E-Bikes durchzuführen. Die Koffer waren gepackt und die Reiseunterlagen bereitgehalten: Einer gelungenen Radreise stand also nichts mehr im Weg. 

Von Krimml nach Zell am See

Begonnen hat unsere Radtour in Krimml, wo auch der Tauernradweg startet. Nachdem wir unsere erste Nacht vorzüglich im Hotel Krimmlerfälle verbracht hatten, stärkten wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück, verabschiedeten uns von der familiären Atmosphäre dieses Hauses und nahmen die Etappe in Angriff. Unser erster Halt fand an den Krimmler Wasserfällen statt, einem auch wissenschaftlich nachgewiesenen Heilplatz dieser Region, besonders bei Lungenkrankheiten. Anschließend radelten wir durch den Nationalpark Hohe Tauern und weiter durch die gemütlichen kleinen Dörfer des Pinzgaus, wo sich moderne und alte Baustile harmonisch paaren. In der Ferne konnte man die noch schneebedeckten Spitzen der Bergwelt unserer Alpen erkennen, davor ein Meer an Blumen in den unterschiedlichsten Farben. Dazu entdeckten wir Pflanzen, die wir schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatten.

Wie Sie sehen, ist der Weg bis nach Zell am See, dem Ende unserer ersten Etappe, sehr facettenreich. Voller Eindrücke erreichten wir schließlich das Hotel Zum Hirschen.

Die Begrüßung durch Einheimische auf der Terrasse gestaltete sich äußerst lebhaft, lustig und herzlich. Zu unserer Überraschung hatte Eurobike in der Unterkunft eine kleine Aufmerksamkeit zur Silberhochzeit hinterlegt. Vom Hotel wurde uns extra eine Familiensuite zugewiesen und unsere Kinder hatten mit der Küche ein exzellentes und feines Abendessen arrangiert. Der Abend gestaltete sich für uns perfekt. Danke an den Hirschen für diesen Service.

Von Zell am See nach St. Johann im Pongau

Unsere nächste, eher kurze Etappe führte uns nach St. Johann im Pongau. Trotz mäßiger Wettervorhersage hatten wir Glück, sodass wir diese Teilstrecke relativ trocken bewältigen konnten. Der Radweg befindet sich zum größten Teil direkt an der Salzach, wo sich der Fluss mit all seiner Kraft einen Weg durch das Tal bahnt.

Vom Gasteinertal kommend, fuhren wir weiter auf ein kleines Hochplateau und wurden dort mit einem herrlichen Blick auf Schwarzach und St. Veith belohnt. Nach wenigen weiteren Kilometern entlang der Salzach hatten wir schlussendlich das Hotel Martell in St. Johann erreicht.

Eine kleine, feine Unterkunft in unmittelbarer Nähe zum Radweg. Erstaunt waren wir, als wir beim Frühstück am nächsten Tag eine Karaffe Granderwasser erblickten. Die Chefin erklärte uns lachend, dass sie im ganzen Haus Granderwasser haben und wir damit auch geduscht hatten. Ein weiteres Highlight war die originale Jukebox, wo um 50 Cent vier Scheiben aufgelegt werden. Herrlich. Das Hotel besticht durch viele Kleinigkeiten, die es definitv Wert sind entdeckt zu werden. 

Von St. Johann nach Salzburg

An diesem Pfingstmontag schien die Sonne über Berg und Tal. Wir genossen den Blick auf das Tennengebirge, vor uns am Horizont die mächtige Burg Hohenwerfen. Der Weg unserer dritten Etappe führte wieder sehr eng an der Salzach entlang. Zwei kurze Anstiege zum Parkplatz der Burg und anschliessend zum historischen Pass Luegg sind auch für weniger geübte Radfahrer kein Problem. Angekommen im Alpenvorland und damit im Salzburger Becken ging es gemütlich weiter. 

Bedingt durch die warme Luft strömte uns der Geruch der ersten Heuernte entgegen und bei der Fahrt durch die zahlreichen Auen der letzte intensive Geruch des Bärlauchs. Diese Duftorgie, von der Natur erzeugt, begleitete uns bis Hallein. Anschließend waren es nur noch 20 Kilometer bis nach Hause. Dieser Radweg ist sehr gut ausgebaut und bei schönem Wetter gut frequentiert von Radlern und Fußgängern.

Unser Fazit: Die Radltour zu unserer Silberhochzeit war durch und durch eine gelungene Reise der Sinne. Danke an Eurobike und an die von Eurobike ausgesuchten Unterkünfte. Es war ein Fest.

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Tourencharakter
Mittel
Österreich

Tauernrunde

8 Tage | Individuelle Einzeltour
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Tauernrunde mit Charme

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