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Reisebericht: Persönliche Highlights in Katalonien

Erleben Sie mit mir eine Radreise voller Kultur, Genuss und Bewegung unter der Herbstsonne.
Weißes Hügeldorf mit Blick auf blaue Mittelmeerbucht in Katalonien, eingerahmt von grünen Pinien mit fernen Bergen unter klarem Himmel.

Wollten Sie das spanische Festland schon immer aktiv mit dem Rad entdecken? Genau dieser Wunsch hat mich nach Katalonien geführt – und ich habe ihn mir erfüllt.

In diesem Reisebericht nehme ich Sie mit auf meine persönliche Entdeckungstour durch diese facettenreiche Region. Dabei habe ich Orte erkundet, die teilweise auch Bestandteil unserer Radreise in Katalonien sind. 

Radeln Sie gedanklich mit mir mit: Ich zeige Ihnen meine persönlichen Highlights und gebe Ihnen einen authentischen Vorgeschmack auf das, was Sie in Spanien erwartet.

Weißes Hügeldorf mit Blick auf blaue Mittelmeerbucht in Katalonien, eingerahmt von grünen Pinien mit fernen Bergen unter klarem Himmel.

Auf dem Greenway rund um Girona

Mein erster Radtag führt mich und meine Mitreisenden auf den sogenannten Greenway, eine ehemalige Bahntrasse, die sich heute perfekt zum Radfahren eignet. Die Strecke verläuft durch sanfte Hügellandschaften, vorbei an alten Steinmauern und kleinen, fast verlassenen Dörfern. Es ist ruhig, die Luft klar, und die Sonne wärmt angenehm – kaum zu glauben, dass schon Herbst ist.

Zur Mittagszeit kehren wir in einem Schneckenrestaurant ein – ein echtes kulinarisches Erlebnis und gleichzeitig eine charmante Überraschung. Die Gerichte sind liebevoll zubereitet, würzig, und zusammen mit einem Glas Weißwein schmeckt der Moment nach Lebensfreude. Nach dem Essen rollen wir weiter, gemütlich und zufrieden.

Nach einer erfrischenden Dusche führt uns der Weg zu Fuß weiter durch Girona. Die Altstadt ist ein wahres Juwel: schmale Gassen, historische Mauern, und die begehbare Stadtmauer, von der man einen herrlichen Blick über die Dächer hat. Beim Schlendern entdecke ich kleine Boutiquen, lokale Handwerksläden und Plätze voller Leben. Kein Wunder, dass Girona Kulisse für Szenen von Game of Thrones war – die Atmosphäre ist wie aus einer anderen Zeit. Zudem ist die Stadt ein beliebter Wohnort vieler Rennradprofis, denn die Nähe zu den Pyrenäen und die hügelige Landschaft bieten ideale Trainingsbedingungen.

Hoch hinaus: Der Berg Els Àngels

Am nächsten Morgen steht eine sportliche Herausforderung bevor: der Aufstieg zum Berg Els Àngels. Schon früh ist spürbar, dass in der Gruppe ein bisschen Nervosität, aber auch Vorfreude herrscht. Der schnellste Rennradfahrer schafft die Strecke in 27 Minuten – eine Zahl, die uns alle motiviert, auch wenn wir sie nicht ganz erreichen. Ich bin mit meinem E-Gravelbike unterwegs und brauche 42 Minuten bis zum Gipfel, begleitet von lachenden Zwischenrufen und gegenseitiger Anfeuerung.

Radfahrer auf asphaltierter Straße gesäumt von grünen Bäumen unter blauem Himmel in Katalonien. Schatten auf der Straßenoberfläche.

Immer wieder sehe ich auf dem Asphalt das Wort „NAFENT“, aufgesprüht in großen Lettern, ein katalanischer Ausdruck für „Weiter so“. Er passt perfekt zu unserer Stimmung. Oben angekommen, genießen wir die grandiose Aussicht über die weite Landschaft, bevor es in rasanter Fahrt wieder bergab geht.

Der restliche Tag führt uns durch kleine Ortschaften, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Wir machen Pausen auf Dorfplätzen, trinken Kaffee, plaudern mit Einheimischen. In der Nebensaison ist alles ruhig, entspannt, fast schon meditativ. Unser Hotel an diesem Abend – eine ehemalige Getreidemühle in Torroella de Montgrí – trägt noch Spuren seiner Geschichte, die liebevoll in das moderne Design integriert wurden.

Schmale Kopfsteinpflastergasse in Katalonien, gesäumt von historischen Steinhäusern, Topfpflanzen und einem Kirchturm im Hintergrund.

Zwischen Apfelwiesen und Mittelmeer

Am folgenden Tag führt uns die Route zunächst durch weite Apfelplantagen. Der süße Duft der Früchte liegt in der Luft, und schon bald schimmert am Horizont das Meer. Als wir endlich an der Küste ankommen, gibt es kein Halten – Schuhe aus, Räder abgestellt, und ab ins Wasser! Trotz Oktober hat das Mittelmeer noch angenehme 19 Grad. Es fühlt sich an wie eine kleine Verlängerung des Sommers.

Breiter Sandstrand in Katalonien mit türkisfarbenem Mittelmeer, sanften Wellen und grüner Vegetation entlang der Küste unter blauem Himmel.

Nach der erfrischenden Pause wird es noch einmal abenteuerlich: Im Parc Natural del Montgrí wechseln sich feine Schotterwege mit felsigen Abschnitten ab. Manchmal ist der Weg so uneben, dass man sich fast wie beim Mountainbiken fühlt – aber genau das macht Spaß!

Zwei Fahrräder lehnen an einem Holzzaun an einem Küstenaussichtspunkt in Katalonien, mit Pinien und blauem Mittelmeer im Hintergrund.

Ein Hauch von Geschichte: Der „Tanz der Toten“

Katalonien beeindruckt nicht nur mit seiner Natur, sondern auch mit seiner kulturellen Tiefe. Besonders eindrucksvoll finde ich die Tradition des „Dansa de la Mort“ – des Totentanzes von Verges. Diese mittelalterliche Aufführung findet jedes Jahr am Gründonnerstag während der Semana Santa statt. In schwarzen Skelettkostümen ziehen die Tänzer (meist Kinder) durch die engen Gassen des Ortes und symbolisieren die Vergänglichkeit des Lebens. Der Tanz erinnert daran, dass der Tod alle Menschen gleichstellt – eine kraftvolle, fast mystische Inszenierung, die tief in der katalanischen Kultur verwurzelt ist. Auch wenn ich ihn diesmal nicht live sehe, fasziniert mich die Vorstellung, wie Geschichte und Brauchtum hier lebendig bleiben.

Ein weiteres kulturelles Highlight ist das Dalí-Museum in Figueres – ein Ort voller Fantasie, Exzentrik und Inspiration. Schon das Gebäude selbst ist ein Kunstwerk, mit seinen goldenen Figuren und den berühmten Eiern auf dem Dach. Im Inneren taucht man in Dalís surreale Welt ein: schwebende Objekte, verzerrte Perspektiven, bizarre Traumlandschaften. Es ist ein Erlebnis, das nachhallt – ein bisschen verrückt, vollkommen faszinierend und ein wunderschöner Kontrast zu den ruhigen, natürlichen Etappen unserer Reise.

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