Mein erster Radtag führt mich und meine Mitreisenden auf den sogenannten Greenway, eine ehemalige Bahntrasse, die sich heute perfekt zum Radfahren eignet. Die Strecke verläuft durch sanfte Hügellandschaften, vorbei an alten Steinmauern und kleinen, fast verlassenen Dörfern. Es ist ruhig, die Luft klar, und die Sonne wärmt angenehm – kaum zu glauben, dass schon Herbst ist.
Zur Mittagszeit kehren wir in einem Schneckenrestaurant ein – ein echtes kulinarisches Erlebnis und gleichzeitig eine charmante Überraschung. Die Gerichte sind liebevoll zubereitet, würzig, und zusammen mit einem Glas Weißwein schmeckt der Moment nach Lebensfreude. Nach dem Essen rollen wir weiter, gemütlich und zufrieden.
Nach einer erfrischenden Dusche führt uns der Weg zu Fuß weiter durch Girona. Die Altstadt ist ein wahres Juwel: schmale Gassen, historische Mauern, und die begehbare Stadtmauer, von der man einen herrlichen Blick über die Dächer hat. Beim Schlendern entdecke ich kleine Boutiquen, lokale Handwerksläden und Plätze voller Leben. Kein Wunder, dass Girona Kulisse für Szenen von Game of Thrones war – die Atmosphäre ist wie aus einer anderen Zeit. Zudem ist die Stadt ein beliebter Wohnort vieler Rennradprofis, denn die Nähe zu den Pyrenäen und die hügelige Landschaft bieten ideale Trainingsbedingungen.