1
Zum Inhalt
(Link öffnet in neuem Tab)
Zur Fußzeile
(Link öffnet in neuem Tab)

Reisebericht: Madeira Rundfahrt

Radfahren inmitten der wilden, aber wunderschönen Landschaft Madeiras und das bei angenehmen Temperaturen Mitte Jänner.

Auf diese Reise freuten sich meine Frau und ich ganz besonders, zum einen war es meine erste Team on Tour-Reise, zum anderen hatten wir die Insel Madeira schon länger für einen Aktivurlaub im Visier. Auch wenn die Auswahl an Eurobike Originalreisen riesig ist, war für uns von Anfang an klar, es muss die Madeira Rundfahrt werden. Eine weitere Besonderheit war unser Reisetermin. Radurlaub Mitte Jänner? Auf Madeira kein Problem.

Anreise nach Madeira

Schon unsere Ankunft in Portugal ist beeindruckend. Vom Flugzeug aus können wir bereits die für Madeira charakteristische steile Küste und die bewaldeten Hügel erkennen. Danach geht es unkompliziert mit dem Taxi zu unserem ersten Hotel in Caniço. Ein wunderbares 4-Stern-Hotel direkt an der Küste. Da wir noch den ganzen Nachmittag zur Verfügung haben, nutzen wir die Zeit und erkunden das Umland von Caniço zu Fuß. Vor dem Abendessen treffen wir uns noch mit der Gästebetreuerin von Eurobike, die ein ausführliches Toureninformationsgespräch mit uns führt. Nun sind wir bereit für die erste Etappe.

Lockeres Einrollen zum Start

Für unsere erste Etappe werden wir vom Gästebetreuer Miguel abgeholt. Da die Vulkaninsel Madeira sehr hügelig und daher von vielen Tunneln durchzogen ist, starten die ersten drei Etappen jeweils mit einem Transfer. Miguel, ein stets freundlicher und humorvoller Portugiese, sorgt zuverlässig dafür, dass unsere Koffer nach Ende einer Etappe bereits im nächsten Hotel auf uns warten. Bei unserer Madeira-Rundfahrt entscheiden wir uns für das Leihrad Plus. Aufgrund der guten Übersetzung können wir die kurzen, aber knackigen Anstiege gut durchradeln.

Nach einer kurzen Testfahrt starten wir voller Freude in unsere erste Etappe von Camacha nach Porto da Cruz. Auf kaum befahrenen Straßen führt uns die Strecke durch unberührte Eukalyptuswälder und verschlafene Dörfer. Auch wenn uns da und dort ein Tropfen Regen erwischt, können wir sicher sein, nach der nächsten Kurve herrscht wieder Sonnenschein. Nach mehreren kurzen Anstiegen und Abfahrten erreichen wir den Aussichtspunkt Miradouro da Portela mit dem atemberaubenden Ausblick zum Adlerfelsen.

Das Highlight der Etappe kommt jedoch ganz zum Schluss. Nämlich die mehrere kilometerlangen Abfahrten mit Ankunft im malerischen Küstendörfchen Porto da Cruz. Für ein Bad in den berühmten Meerwasserpools ist es uns dann doch noch etwas zu kalt, ein ausgedehnter Küstenspaziergang mit anschließendem Abendessen direkt an der Küste ist jedoch der perfekte Abschluss unserer ersten Etappe.

Radfahrerin in roter Jacke auf einer kurvigen Bergstraße in Madeira, umgeben von grünen Bergen und Bäumen unter blauem Himmel.

Durch den Dschungel von Madeira

Nachdem uns Miguel mit einem freundlichen „Hi Bikers“ begrüßt, fährt er uns nach Santana, dem Startort der zweiten Etappe unserer Inselradtour. Einen besseren Platz kann er nicht wählen, denn nach dem Aussteigen stehen wir direkt neben den Casas de Colmo, den traditionellen mit strohgedeckten Häusern der Region. Nachdem wir Santana hinter uns lassen, tauchen wir in eine atemberaubende Naturlandschaft ein.

Steile grüne Schlucht Ribeira do Inferno auf Madeira mit üppiger Vegetation an Felswänden, einer Brücke über das Tal und einem Straßentunneleingang.

Die Wälder rings um uns erwecken das Gefühl, mitten durch den südamerikanischen Dschungel zu radeln. Blumen, die in Österreich nur im Glashaus zu sehen sind, wachsen auf Madeira direkt am Straßenrand. Neben diesen botanischen Highlights haben wir auch erstmals die Gelegenheit, ausgiebig die niedrigen Gänge unserer Gangschaltung zu testen. Nach ca. 500 hm stetig bergauf haben wir uns in einem kleinen Bergdörfchen eine Handvoll Gummibärchen verdient. Zu früh freuen wir uns jedoch noch nicht, denn laut Höhenprofil warten noch zwei weitere Anstiege auf uns. Also werden die Gummibärchen wieder in die praktische Gepäcktasche am Lenker verstaut und weiter geht’s.

Vor den vermeintlichen zweiten und dritten Anstiegen angekommen, folgt jedoch die Überraschung: Anstatt über die steil aufragenden Hügel drüber zu fahren, können wir bequem durch zwei Tunnel durchradeln. Als ob das noch nicht genug ist, öffnet sich vor uns eine traumhaft zu fahrende Panoramastraße runter zur Küste. In São Vicente erwartet uns eine weitere handverlesene Unterkunft direkt an der Küste. Dankbar über die gewonnene Zeit lassen wir den Nachmittag mit einer kleinen Küstenwanderung ausklingen.

Da oben zeigt sich die Natur von ihrer wilden Seite

Eigentlich soll mit der Hochebene Paúl da Serra ein weiteres Highlight unserer Madeira-Rundfahrt auf uns warten. Die oben genannten Worte zur Begrüßung von Miguel lassen uns jedoch aufhorchen. Miguel soll recht behalten. Je weiter uns der freundliche Portugiese in die Berge bringt, desto dichter werden die Wolken und stärker wird der Wind. Oben angekommen stehen wir vor der Entscheidung, von Miguel direkt zur nächsten Unterkunft gefahren zu werden, oder es doch auf zwei Rädern zu probieren. Wir entscheiden uns für die zwei Räder. Wind und Wetter zum Trotz kämpfen wir uns gemeinsam mit einer Kuhherde über die Hochebene. Mit jedem Kilometer, den wir der Küste näher kommen, klart das Wetter auf und an unserem Zielort in Porto Moniz erwartet uns sogar Sonnenschein.

Stolz, diese Challenge gemeistert zu haben, schnappen wir uns ein gutes Getränk und lassen es uns im Spa-Bereich des Hotels Aqua Natura Bay gut gehen. Der krönende Abschluss erwartet uns jedoch beim Abendessen: Einerseits beeindruckt uns die Freundlichkeit des Personals, andererseits die außerordentlich hohe Qualität des Vier-Gänge-Menüs.

Radfahrer mit Packtaschen auf Küstenweg auf Madeira, mit grünen Klippen und Porto Moniz am Meer unter bewölktem Himmel.

Grande Finale auf unserer Madeira Rundfahrt

Unsere letzte Etappe dieser sportlichen Radreise führt uns von Porto Moniz nach Calheta. Diese Strecke dürfen wir direkt vom Hotel aus und ohne Transfer meistern. Da wir bereits am Vorabend das Routenbuch studieren, wissen wir: Diese Etappe hat es in sich. Die ersten Kilometer führen uns steil bergauf und durch mehrere Bergdörfer. Extra für uns stehen in diesen Bergdörfern die Hunde der Nachbarschaft auf den Dächern Spalier und feuern uns freudig an.

Radfahrer in Santa Maria, Madeira

Oben angekommen merken wir, wie sich die Landschaft allmählich verändert. Weg vom schroffen, wilden Norden, hin zum sanfteren, ruhigeren Süden. Doch auch der Süden hat noch so manchen mehr oder weniger steilen Anstieg zu bieten. Nach knapp 1.300 Höhenmeter ist es dann aber geschafft und unter uns kommt Calheta in Sicht. Das Ausradeln bildet eine sieben Kilometer lange Panoramastraße, die uns direkt an die Küste und zu einem eindrucksvollen Fünf-Sterne-Hotel führt. Im Hotel Saccharum mangelt es uns wahrlich an nichts. Müde, aber überglücklich schnappen wir uns die vom Hotel gestellten Bademäntel, schlendern zur hoteleigenen Beachbar und stoßen auf eine absolut gelungene Radreise an.

Normalerweise bildet die Etappe Nummer fünf von Calheta nach Funchal den Abschluss der Madeira-Rundfahrt. Aufgrund terminlicher Verpflichtungen zu Hause müssen wir jedoch auf diese Etappe und den Abschlusstag in Funchal verzichten. Anfangs sind wir uns nicht sicher, ob diese angepasste Route überhaupt möglich ist. Für unsere Reisespezialistin ist das jedoch kein Problem: Sie gestaltet die Reise ganz nach unseren individuellen Wünschen. Zwar ist das nicht immer standardmäßig möglich, doch auf Anfrage, gibt die Kundenberatung ihr Bestes, um besondere Wünsche wahr werden zu lassen. Als ob das noch nicht genug ist, fährt uns Miguel am Abreisetag sogar noch von Calheta zum Flughafen in Funchal.

Leuchtend rosa Bougainvillea-Blüten in voller Blüte im botanischen Garten Funchal, Madeira, mit bunten Blumenbeeten im Hintergrund.

Fazit

Unsere Radreise auf Madeira im Jänner war ein voller Erfolg. Statt bei Minusgraden in der Heimat durften wir bei angenehmen Plusgraden diese wunderschöne Insel erkunden. Dank unseres Reisedatums, war sowohl auf den Straßen als auch in den Hotels noch wenig los, was unser Raderlebnis noch weiter verbesserte. Eines ist klar, wir werden Madeira in bester Erinnerung behalten. Sei es wegen der wunderschönen Insel, der freundlichen Bewohner, oder der sportlichen Herausforderung.

Mein Lieblingsplatz

Einen Lieblingsplatz auszuwählen, fällt mir schwer, ich würde tatsächlich sogar von einer Lieblingsinsel sprechen. Die wilden undurchdringlichen Wälder, die kleinen Dörfer direkt an der Küste, oder die steile Küste mit dem darunter liegenden Atlantik. Diese Insel vereint so viel Schönes, das zu sehen sich lohnt.  

Jetzt buchen & Frühbucherbonus sichern!
Noch bis zum 28.02.2026
Zur Reisesuche
/de/suche

Sichern Sie sich frühzeitig Ihre nächste Aktivauszeit und wählen Sie zwischen 20 Euro Frühbucherrabatt oder einer Marken-Satteltasche von Vaude.

Wo soll's hingehen?

Zur Reisesuche
Rabatt sichern
Rathausplatz Triest
Bei Buchung einer Reise erhalten Sie jetzt spezielle Konditionen.